Vor 2 Wochen fand der 6. Ausbildungsblock meiner inzwischen 500 UE umfassenden Yogalehrerausbildung statt. Das lange Ausbildungswochenende begann schon am Donnerststag, allerdings hatte ich durch die Hochsaison auf der Arbeit so viel im Büro um die Ohren, dass ich Donnerstag & Freitag erst noch früh morgens ins Büro gefahren bin um dann die Ausbildung ab mittags mitzumachen. Dies war auch wegen der Fahrerei ein bisschen stressig, aber die Yogatage haben sich wieder gut gelohnt.

Am Donnerstag hat Christiane den Ausbildungstag gestaltet und wir haben sehr viele gesungen, teils zu Christianes Gitarrenbegleitung. Das war eine ganz neue Erfahrung und wirklich schön. Und damit wir die Melodien der Mantren behalten, hat Christiane es mit dem iPhone aufgenommen. Es folgten noch interessante Partnerübungen, die teilweise summend ausgeführt wurden:

1. Übung: die Partner sitzen Rücken an Rücken, die Beine in Schmetterlingsposition (Baddha Konasana). Beide schliessen die Augen und summen beim Ausatmen. Variation: Beide drehen sich im Rumpf nach rechts und die rechte Hand wird jeweils auf den Oberschenkel/Knie des anderen gelegt, es wird beim ausatmen wieder gesummt, mit linker Seite wiederholen.

2. Übung: Einer liegt in Balasana, die 2. Person kniet sich dahinter und legt die Hände auf den unteren Rücken. Dann fängt der Partner, der die Hände auflegt, an zu summen und kann Wärme und Kraft an den Partner senden. Anschliessend summt auch die Person, die in Balasana liegt mit.

3. Übung: Ein Partner liegt in Bauchlage, Beine sind geschlossen, Fußrücken auf dem Boden, Arme sind weit nach vorn ausgestreckt (ggf. kleines Kissen unter die Stirn legen). Der Partner steht vor dem Kopf und der Liegende greift die Fussfesseln des stehenden Partners. Der stehende Partner geht langsam in die Hundposition, indem er mit den Händen neben der Wirbelsäule gleichzeitig massierend in Richtung unteren Rücken läuft. Die Hände werden am unteren Rücken/Kreuzbeinbereich abgesetzt, das Körpergewicht kann abgegeben werden. Beide Partner können die Übung noch verstärken indem sie summen.

Diese Partnerasanas waren äusserst interessant und sehr nah & heilsam und eignen sich für Gruppen, bzw. Partner, die sich gut kennen.

Als letzte Übung haben wir dann im Kreis stehend und uns an den Händen haltend die Chakren getönt (U-Å-O-A-E-EI-I). Ich fand, dies war eine ziemlich interessante Erfahrung und bei mir hat es so einiges geeint womit ich in letzter Zeit gekämpft habe.

Die nächsten 3 Ausbildungstage waren dann bei Werner, es standen Lehrproben an, in denen wir unsere “Hausaufgaben” umsetzten und Asanas anleiteten und dann ausführlich besprachen. “Wir kritisieren inzwischen auf sehr hohem Niveau” merkte Sarah dann irgendwann an.

Morgens haben wir auch noch dynamische Yogastunden in Richtung Jivamukti unter Werners Anleitung gemacht, die mir besonders viel Spaß gemacht haben & einigen der Mitschüler die Abneigung vor dem in den Liegestütz Springen genommen haben.

In der Theorie haben wir im Schnelldurchlauf den Stoff der vorangegangenen Ausbildungswochenenden wiederholt und damit vertieft, bzw. jetzt auch schon aus einem anderen Blickwinkel sehen können. Es ging um die geschichtliche Entwicklung, die 3 Richtungen (klassisch-philosophischer Yoga (Patanjali), religiöser Yoga (Bhaghavad Gita) und Hatha Yoga.

Des weiteren haben wir etwas Anatomie wiederholt (Muskeln, Sehnen& Bänder), sowie die Atmung.

Nachmittags haben wir dann an 2 Tagen die wunderbare Dokumentation “Yoga unveiled” gesehen, die nochmals alles hervorragend zusammenfasste und visualisierte und uns den großen Yogameistern näher brachte.

Alles in Allem wieder ein wunderbares Wochenende mit viel Input. Auf den Weg haben wir “Zwischenprüfungsfragen” mitbekommen, die wir als Hausaufgaben bis Anfang September durcharbeiten sollen. Ich plane, die eine oder andere der 25 Fragen in Blogbeiträgen zu thematisieren.

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