Endlich habe ich etwas über 2 Wochen Urlaub am Stück, und dieser begann so was von Entschleunigt, dass ich selber völlig erstaunt darüber bin.

Seit einiger Zeit war ich zum Winterdream Yoga Retreat vom bekannten Yogastudio Lord Vishnus Couch angemeldet, was ich mt einer Reise in meine Unistadt Trier verband.

Ganz gelassen begann die Reise am Donnerstag zu meiner besten Freundin in Trier, Rotwein, nette Menschen, alte & neue Freunde trugen zu einem gelungen Abend bei. Freitag ein wenig Bummeln, Weihnachtsmarkt & Sushi, sowie veganen Kuchen in einem neuen Café probiert.

Am frühen Abend  war die etwas neblige Fahrt zum Gut Merteshof von Trier aus sehr kurz & die äusserst sympathischen Gastgeber nahmen mich in Empfang.

Der Freitag abend begann mit einer fliessenden Yogastunde mit Dulce & Mike, einem tollen Yogalehrerpärchen, schönen Flows und guten Adjustments. Da ich an keinem regelmäßigen Kurs teilnehme, ist es für mich ein regelrechter Luxus tolle neue Flows zu lernen & Adjustments zu bekommen, da man gerade dadurch so viel lernt. Besonders

schön war auch der Yogaraum mit einem großen Kamin.

Das Gut Merteshof ist ein wunderbarer Ort, wie es mir schien ein wenig Anthroposophisch angehaucht, mit einer unglaublichen guten vegetarischen Vollwertküche. Ich glaube, ich habe trotz intensivem Yoga & Spaziergängen zugenommen (vor allem aber an Wohlbefinden!).

Ein tolles Statement war meiner
Einziger Wermutstropfen waren die etwas unterkühlten Schlafzimmer im Haupthaus, aber Yoga, gute Gespräche & deliziöses Essen machten alles wett. Meiner Meinung nach auch das große Glas Nutella, das für uns neben den ganzen guten Demeterprodukten zur Verfügung stand.

Nach dem Abendessen ging es dann ans Singen. Mike, dem als Musiker besonders die Musik am Herzen liegt, erklärte warum man Mantren singt, was eine guter Einstieg war & alle den Gesang, begleitet durch Harmonium und Gitarre geniessen konnten. Singen (an sich egal was) hat eine sehr therapeutische Wirkung, besonders auf die Ausgeglichenheit, das Schlafen und hilft auch gut gegen Asthma, da man sehr lange ausatmet. Jedes Mantra erklärte Mike mit einer Geschichte aus der indischen Mythologie.

Das Programm am Samstag morgen begann um 8 Uhr mit den “triple twenty” – je 20 Minuten Singen, Pranyama und Meditation. Eine wirklich gelungene Mischung!

Nach Frühstück und etwas Freizeit war dann eine kraftvolle Yogastunde angesagt, die auch wieder wie im Flug verging, bevor es schon wieder Mittagessen gab, mit anschliessendem Verdauungsspaziergang.

Am frühen Abend ging es mit einer eher ruhig angekündigten Yogastunde doch nochmal zur Sache, besonders interessant waren die sogenannten “Garden of Delight”-Übungen, Asanas, die auf Akkupressurpunkte in den Füßen abzielen, die im ersten Moment schmerzhaft sind, dann aber doch einen angenehmen Effekt hinterlassen und toll war auch der Shiva Tanz Flow, bestehend aus Shivas Tanzhaltung, gegrätschter Squat mit Adlerarmen und Krieger 2. Zum Schluss wurde es sehr restorativ mit vielen Kissen und Decken.

Nach dem Abendessen trafen wir uns wieder zum Kirtan und fielen müde, aber glücklich in die (kalten) Betten.

Sonntag um 8h ging das Programm mit einer Yogastunde weiter, dia auch wieder schön von Dulce angeleitet wurde, die auch sehr viel auf das richtige Alignment hinwies und erklärte.

Nach Frühstück und Pause folgte eine Gehmeditation. Im Gegensatz zum gesprächigen Spaziergang am Vortag, gingen wir schweigend, achtsam und vor allem sehr langsam durch das windige Winterwetter. Dies war auch eine schöne neue Erfahrung, anschliessend ging es zu Shavasana in den warmen Yogaraum und Mike erzählte Göttergeschichten über Hanuman.

Leckeres Mittagessen (verdammt leckere Gemüselasagne!) und Abschiedskreis mit Singen rundeten das schöne und sehr intensive Programm ab.

Mein Fazit: Yogaretreats müssen nicht weit weg sein, solche Wochenenden sind unglaublich intensiv und man lernt eine Menge toller Menschen kennen. Ich habe wieder unglaublich viele neue Eindrücke mit nach Hause genommen, die ich auch in meiner Yogapraxis und meinem Unterricht einsetzen möchte. Ich wünsche mir weitere solcher Wochenenden & Inspirationen.

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