Für die einen die Krönung der Yogastunde, für die anderen der schwierigste Teil der Yogapraxis. Und das obwohl man hier gar NICHTS mehr machen muss. Keine Aktivität, nur Liegen. Geniessen. Entspannen.

Aber dann ist da dieses Gedankenkarussel. Der Affe im Kopf. An was muss ich morgen noch denken? Ach, da hab ich gerade eine gute Idee!

In Shavasana liegen wir wie tot am Boden. Shavasana – die Totenstellung.

Der Körper liegt unbewegt, aber der Geist will sich einfach nicht tot stellen!

Auch in Shavasana gelten die Prinzipien von Abhyasa & Vairagya – das kontinuierliche Üben und das gleichzeitige sich Loslösen, Wunschlosigkeit.

Ich persönlich schätze eine angeleitete Schlussentspannung nach dem aktiven Part der Asanas und auch in meinen Yogastunden gibt es immer eine geführte Shavasana, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene.

Besonders im dynamischen Yoga fällt mir immer wieder auf, dass viele Lehrer die Schüler in Shavasana allein auf sich gestellt lassen. Dabei gibt es wunderbare Techniken (Körperreise, Elemente aus dem Autogenen Training und anderen Entspannungsmethoden), die einen die tanzenden Affen vergessen lassen, so dass man im Gefühl der Wonne bei sich selber ankommen kann. Ich bin auch ein großer Fan des Yoga Nidra und würde mich in diesem Bereich gern weiterbilden – hat jemand Tipps für mich?

Wier sind eure Erfahrungen? Shavasana mit Anleitung oder nicht?

 

6 Responses to “Shavasana”

  • Stephan says:

    Shavasana find ich super, aber bitte ohne Indoktrination 🙂
    Meinetwegen darf ich aber auch ruhig alleingelassen werden, oder eben ein paar entspannende Worte, nur keine Anleitung zum Verhalten mit sich und anderen geben. Dann kann ich am besten Loslassen.

    Ich hatte mir übrigens 2011 schon mal Gedanken dazu gemacht, ich komme ja nicht so oft in Yogastunden: http://feierabendyogi.de/articles/klassenerster-klassenletzter

    • Yogalinus says:

      Hallo Stephan, danke dir! Ich denke, dass es auch viel auf die Wellenlänge mit dem Lehrer ankommt, bzw. wie er/sie es umsetzt. Es darf auch nicht zu viel sein, aber was aus den Yogasutren zitiert finde ich an der richtigen Stelle auch ganz gut. Aber zu viel darf es nicht sein.

  • Klaus says:

    In meinen ersten Yogakursen fand ich mich etwas verloren in Savasana. Keine Reise durch den Körper oder sonstige Lenkung der / meiner Aufmerksamkeit.

    Ich schätze geführtes Savasana sehr. Eine schöne Anregung für Savasana habe ich einmal hier gefunden: http://iynaus.org/yoga-samachar/springsummer-2009/savasana

    Zuhause habe ich eine Sammlung geführter Savasanas, zum Teil auch selbst gesprochen und aufgenommen.

    • Yogalinus says:

      Hallo Klaus, danke für deinen Beitrag! Gerade die Aufmerksamskeits/Achtsamskeitslenkung finde ich sehr wichtig. Wenn man Yoga allein zu Hause auf der Mate macht, dann hat ja meist niemanden der einem was ansagt, da kann ich die Stille (oder Musik) auch mal so geniessen, aber bei einer Yogastunde ist eine gut angeleitete Körperreise etc. Gold wert!

  • Cathrin says:

    Ich würd gerne wissen, wie man v.a. Anfänger (oder sie sich selbst) davon abhalten kann / können, einzuschlafen! vielleicht eine ketzerische Frage, mir passiert das ja auch nicht (mehr), außer wenn ich abends Yoga mache und nen sehr anstrengenden Tag hatte… ansonsten gab es bei mir neulich in der Yogastunde “Beyond” von Tina Turner, Dechen Shak-Dagsay und Regula Curti. Das war eine schöne Meditation und hat mich ein paar Tränchen zerdrücken lassen, weils grad eine schwierige Zeit war…

    • Yogalinus says:

      Hallo Cathrin, danke für deinen Kommentar. Nicht einzuschlafen ist auch ein gewisses Training. Man soll sich bewusst tief entspannen, dabei aber wenn möglich wach bleiben. Dabei geht es um Achtsamkeit und mir persönlich gefällt es auch, wenn es in Shavasana angesagt wird bzw. auch während der Tiefenentspannung nochmal darauf hingewiesen wird, dass man nicht träumen sondern im hier und jetzt bleiben soll. Manchmal fällt es auch mir schwer der Körperreise etc. zu folgen, weil man mit den Gedanken wieder abdriftet. Einfach dabei bleiben und sich immer mal wieder bewusst zurückholen. Oder nimm dir den Vorsatz nicht einzuschlafen.

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