Archive for the ‘Abenteuer Yogalehrerausbildung’ Category
Seit über eineinhalb Jahren läuft nun schon meine Yogalehrerausbildung und besonders die Reise nach Lanzarote hat uns als Gruppe noch mehr zusammengeschweißt. Seit einem Jahr unterrichte ich bereits den festen Kurs im Fitnessstudio, ein Ankerpunkt für mich in meiner sonst sehr stressigen Arbeitswoche. Seit letzter Woche vertrete ich jetzt auch einen Kurs im Yoga Balance Studio, wo ich meine Ausbildung mache, für einen Monat. Die Ausbildung sollte schon abgeschlossen sein, wenn wir nicht um 100 Std. erhöht hätten. Auf der einen Seite habe ich schon unglaublich viel gelernt, auf der anderen Seite erkenne ich immer mehr, dass Yoga so umfassend ist, dass das Lernen nie aufhört. Vor 2 Wochen beim letzten Ausbildungswochenende haben wir die Prüfungssituation simuliert und in 2 Std. 25 Fragen gelöst unter Zuhilfenahme der Skripte. Über 3/4 der Ausbildung haben wir schon absolviert und ich sehe dem Ende der Ausbildung schon fast etwas traurig entgegen, da es wirklich schöne, intensive und lehrreiche Wochenenden mit netten Mitschülern & Lehrern sind.
Mit unserer Truppe treffen wir uns jetzt auch alle 3-4 Wochen um Praxis (vor allem Unterrichten) und Theorie zu lernen. Der erste Lerntermin war schon recht erfolgreich, der nächste steht in der kommenden Woche an.
Den Zauber der Reise nach Lanzarote habe ich im Herzen mitgenommen, auch wenn die 1,5 Monate nach der Reise wieder sehr stressig im Büro wurden. Da ich nach wie vor viel Zeit auf der Matte mit Unterrichten oder zu eigenem Vergnügen verbringe, bleibt wie immer wenig Zeit zum bloggen.
Yoga macht definitiv etwas mit einem und ich spüre die Veränderung. Diana hat vor kurzem darüber berichtet und an Weihnachten habe ich auch das kurzweilige Buch von Susanne Fröhlich gelesen, das auch dieses Thema anschneidet. Das Buch ist amüsant, mit einem etwas oberflächlichen Blick auf Yoga, aber gar nicht schlecht recherchiert und erfrischend, so dass man selbst als Yogalehrer über einiges Schmunzeln kann. Bleibt zu hoffen, dass dies für einige ein Einstieg in eine schöne neue Yogawelt ist.
Mit meiner Yogalehrerausbildungsgruppe ging es jetzt auf Reise aus dem tristen & winterlichen Deutschland auf die sommerlich warme Insel Lanzarote. Wir haben bisher unwahrscheinliches Glück mit dem Wetter & auch die Gruppe hat sich zu einer tollen Reisegruppe entwickelt.
Ursprünglich war geplant, das die Abschlussprüfung auf Lanzarote stattfindet, aber diese wurde durch die Erhöhung um 100 Stunden in den August verschoben & alle sind froh sich etwas mehr entspannen zu können & mehr Zeit zum Lernen zu haben. Wir haben jeweils morgens und abends 1,5 Std. Yoga, und jeder Yogalehrerausbildungsschüler hat eine Dreiviertelstunde Yogaunterricht vorbereitet, so dass wir die Stunden sehr unterschiedlich gestaltet haben & viel voneinander Lernen. Und es ist wirklich enorm zu sehen, wie sich jeder einzelne entwickelt hat. Es hat viel Vorbereitung und auch Nerven gekostet, aber wirklich jeder hat eine super Stunde gehalten. Alle sind glücklich, dass die Lehrproben jetzt für den Urlaub vorbei sind & wir jetzt noch mehr den Aufenthalt geniessen können.
Untergebracht sind wir in den wunderschönen Apartments von Lotus del Mar in Mala, im Norden der Insel. Die Anlage ist wirklich unglaublich schön mit enorm viel Liebe zum Detail eingerichtet & der Blick aus dem Yogaraum ist einfach herrlich.
Nach der morgendlichen Yogastunde bereiten wir zusammen in einem der größeren Apartments das gemeinsame Frühstück vor & anschliessend ist freie Zeit bis zur Yogastunde am frühen Abend. 2 Nachmittage haben wir schon bei viel Sonnenschein am Sandstrand von Famara verbracht & auch im Meer gebadet. Einen weiteren Nachmittag habe ich mich dann auf der Terrasse des schönen Apartments auf die Lehrprobe am Abend vorbereitet. Abends gehen wir entweder gemeinsam essen oder kochen zusammen, was mit enorm viel Teamwork, richtig guten Gesprächen& viel Spaß einen wunderbaren Yogaurlaub ausmacht.
Neben Stunden bei unseren Lehrern Werner, Michael & Nadine haben wir auch eine schöne meditative Stunde von Maria unterrichtet bekommen, mit Nada Yoga & einigen Flows aus dem Tri Yoga.
Es bleiben noch ein paar Tage, die wir bei hoffentlich weiterhin herrlichem Wetter hier verbringen dürfen & wir planen schon die nächsten Yogafotosessions am Strand – so wie heute…
Meine Yogalehrerausbildung geht weiter, über die letzten Ausbildungswochenenden habe ich teilweise aus Zeitmangel nicht gebloggt, nehme mir aber immer mal wieder vor dies noch “aufzuarbeiten”, da ich dadurch gut Lernen kann.
Durch einen Druckfehler dachten ich & ein paar meiner Yogalehrerausbildungskommilitonen, dass das lange Wochenende schon am Donnerstag losgehen soll, so dass wir uns gestern um 10 Uhr gefragt haben wo die anderen bloß bleiben. Nach ein paar Telefonaten fanden wir dann raus, dass es doch erst am Freitag beginnt. Also sind wir noch einen Tee trinken gegangen & haben uns sehr gut unterhalten und uns dann doch über die geschenkte Zeit gefreut. Am Nachmittag habe ich dann nach einem guten Stündchen Yoga im Wohnzimmer und etwas Prokrastination doch noch ein paar meiner Yogahausaufgabenfragen beantwortet, bin aber noch nicht durch. Aber gut Ding will Weile haben.
Ich versuche die Dinge nicht überstürzen zu lassen, sondern gehe davon aus, dass einiges zur richtigen Zeit passieren wird. Nach über einem Jahr Yogalehrerausbildung habe ich schon ganz schön viel gelernt, aber habe gerade in letzter Zeit auch das Gefühl etwas auf der Stelle zu treten und meine Yogaweisheiten und -erkenntnisse doch noch nicht gut genug besonders auf mein eigenes Berufsleben (Hektik & Stress ohne Ende) übertragen zu können. Gedanken übers “Aussteigen” kommen auf, aber für diesen Schritt bin ich noch nicht weit genug. Auf der einen Seite liebe ich diesen Job, also die Tätigkeit an sich und der Kontakt nach Skandinavien (um auch die Sprache nicht zu verlernen), aber auf der anderen Seite stehen ein schwieriger Chef & die sogenannte Jobverdichtung.
Was mich zur Zeit sehr erfüllt ist mein Yogakurs, den ich 1x die Woche gebe. Mir macht die Vorbereitung Spaß, das Teilen des Wissens und die glücklichen & entspannten Augen meiner Teilnehmer, von denen ich auch viel positives Feedback bekomme.
Daher freue ich mich auch auf jedes Ausbildungswochenende, an dem man viel lernt & sich auf einer bestimmten Ebene austauschen kann.
Ich bin sehr dankbar auf diesem Weg zu sein und Grüße in diesem Sinne meine Yogalehrermitschüler und wünsche allen ein schönes Wochenende mit Entspannungsinseln.
Vor 2 Wochen fand der 6. Ausbildungsblock meiner inzwischen 500 UE umfassenden Yogalehrerausbildung statt. Das lange Ausbildungswochenende begann schon am Donnerststag, allerdings hatte ich durch die Hochsaison auf der Arbeit so viel im Büro um die Ohren, dass ich Donnerstag & Freitag erst noch früh morgens ins Büro gefahren bin um dann die Ausbildung ab mittags mitzumachen. Dies war auch wegen der Fahrerei ein bisschen stressig, aber die Yogatage haben sich wieder gut gelohnt.
Am Donnerstag hat Christiane den Ausbildungstag gestaltet und wir haben sehr viele gesungen, teils zu Christianes Gitarrenbegleitung. Das war eine ganz neue Erfahrung und wirklich schön. Und damit wir die Melodien der Mantren behalten, hat Christiane es mit dem iPhone aufgenommen. Es folgten noch interessante Partnerübungen, die teilweise summend ausgeführt wurden:
1. Übung: die Partner sitzen Rücken an Rücken, die Beine in Schmetterlingsposition (Baddha Konasana). Beide schliessen die Augen und summen beim Ausatmen. Variation: Beide drehen sich im Rumpf nach rechts und die rechte Hand wird jeweils auf den Oberschenkel/Knie des anderen gelegt, es wird beim ausatmen wieder gesummt, mit linker Seite wiederholen.
2. Übung: Einer liegt in Balasana, die 2. Person kniet sich dahinter und legt die Hände auf den unteren Rücken. Dann fängt der Partner, der die Hände auflegt, an zu summen und kann Wärme und Kraft an den Partner senden. Anschliessend summt auch die Person, die in Balasana liegt mit.
3. Übung: Ein Partner liegt in Bauchlage, Beine sind geschlossen, Fußrücken auf dem Boden, Arme sind weit nach vorn ausgestreckt (ggf. kleines Kissen unter die Stirn legen). Der Partner steht vor dem Kopf und der Liegende greift die Fussfesseln des stehenden Partners. Der stehende Partner geht langsam in die Hundposition, indem er mit den Händen neben der Wirbelsäule gleichzeitig massierend in Richtung unteren Rücken läuft. Die Hände werden am unteren Rücken/Kreuzbeinbereich abgesetzt, das Körpergewicht kann abgegeben werden. Beide Partner können die Übung noch verstärken indem sie summen.
Diese Partnerasanas waren äusserst interessant und sehr nah & heilsam und eignen sich für Gruppen, bzw. Partner, die sich gut kennen.
Als letzte Übung haben wir dann im Kreis stehend und uns an den Händen haltend die Chakren getönt (U-Å-O-A-E-EI-I). Ich fand, dies war eine ziemlich interessante Erfahrung und bei mir hat es so einiges geeint womit ich in letzter Zeit gekämpft habe.
Die nächsten 3 Ausbildungstage waren dann bei Werner, es standen Lehrproben an, in denen wir unsere “Hausaufgaben” umsetzten und Asanas anleiteten und dann ausführlich besprachen. “Wir kritisieren inzwischen auf sehr hohem Niveau” merkte Sarah dann irgendwann an.
Morgens haben wir auch noch dynamische Yogastunden in Richtung Jivamukti unter Werners Anleitung gemacht, die mir besonders viel Spaß gemacht haben & einigen der Mitschüler die Abneigung vor dem in den Liegestütz Springen genommen haben.
In der Theorie haben wir im Schnelldurchlauf den Stoff der vorangegangenen Ausbildungswochenenden wiederholt und damit vertieft, bzw. jetzt auch schon aus einem anderen Blickwinkel sehen können. Es ging um die geschichtliche Entwicklung, die 3 Richtungen (klassisch-philosophischer Yoga (Patanjali), religiöser Yoga (Bhaghavad Gita) und Hatha Yoga.
Des weiteren haben wir etwas Anatomie wiederholt (Muskeln, Sehnen& Bänder), sowie die Atmung.
Nachmittags haben wir dann an 2 Tagen die wunderbare Dokumentation “Yoga unveiled” gesehen, die nochmals alles hervorragend zusammenfasste und visualisierte und uns den großen Yogameistern näher brachte.
Alles in Allem wieder ein wunderbares Wochenende mit viel Input. Auf den Weg haben wir “Zwischenprüfungsfragen” mitbekommen, die wir als Hausaufgaben bis Anfang September durcharbeiten sollen. Ich plane, die eine oder andere der 25 Fragen in Blogbeiträgen zu thematisieren.
…ist momentan wichtiger als Onlinezeit, also bin ich, wie man unschwer feststellen kann, wieder so gar nicht zum bloggen gekommen in letzter Zeit.
Und ich versuche täglich und im Idealfall gut eine Stunde Zeit auf der Matte zu verbringen mit Entspannung, Pranayama, Asanas und Meditation und stelle fest, dass es klappt, wenn man seine Prioritäten entsprechend setzt. Natürlich ist es auch hilfreich wenn die Rahmenbedingungen stimmen und man sich für ein Stündchen ungestört zurückziehen kann. Ich merke auch wie gut es mir tut, sao dass ich diese Zeit am Tag gar nicht missen möchte. Klar, ist manches auch Tagesform anhängig, und gerade deshalb sollte man die Übungen am intensivsten machen, die in diesem Moment nicht ganz so viel Spaß machen. Aber auch hier macht es die Mischung, was man auf alle Lebensbereiche auch übertragen kann. Ich bin auch immer wieder verblüfft wie ganzheitlich Yoga wirkt und das Leben (und natürlich auch die Gesundheit) positiv beeinflusst.
Mein normaler Job ist an sich das ganze Jahr über stressig, aber im Sommer, wenn Hochsaison und Urlaubssperre ist, nochmals ganz besonders, so dass ich teilweise Nachts unruhig aufwache und über die Arbeit grüble. Daher habe ich mich eines Montag morgens spontan dazu entschlossen ein klein bisschen früher aufzustehen und morgens ca. 10 min. zu meditieren. Klappt auch vom Zeitmanagement ganz gut, aber ich muss mich manchmal wirklich dazu zwingen und jeder kennt es: das Gedankenkarussell dreht sich weiter. Meine Yogapraxis hat mir bisher schon enorm geholfen etwas gelassener zu werden, aber ich sehe es auch als lebenslangen Prozess. Und man lernt auch nie aus. Mein Oberziel definiere ich bisher eigentlich gar nicht über Erleuchtung, mir reicht schon mehr Loslassen und Gelassenheit in einigen Dingen, ich weiß wie schwierig es ist und genauso versuche ich es auch meinen Schülern zu vermitteln.
Auf meinen Dienstag abend Yogakurs im Fitnessstudio freue ich mich immer ganz besonders und ich habe die letzten Male auch viel positives Feedback von meinen Teilnehmern bekommen, was mich sehr freut und mir zeigt, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Aber auch ich muss noch viel Lernen, aber ich freue mich auch immer das neu gelernte direkt weiterzugeben.
Mein letztes Yogalehrerausbildungswochenende Anfang Mai war sehr intensiv und hat mich zu vielem Nachdenken angeregt. Auch deshalb war es hier im Blog etwas stiller. Das Thema Spiritualität wird zentraler, wie man es auch definieren mag. Da ich sehr freigeistig bin und Dogmatismus jeglicher Art ablehne versuche ich viele Dinge auch zu hinterfragen und sie für mich einzuordnen. (Selbst-)Reflektion spielt (nicht nur ) im Yoga eine wichtige Rolle und sie wird durch die Beschäftigung mit dem Yogaweg geschult, was ich sehr wichtig finde.
Ich geniesse jetzt noch etwas freie Zeit in der Sonne und freue mich schon auf die Stunde auf der Matte später & wünsche euch ein angenehmen langes Wochenende.
Yogalinus ist wieder am bloggen…Nein, ich habe Yoga nicht aufgegeben, ich hatte nur die letzten Wochen ziemlich viel um die Ohren, war jedes Wochenende mit etwas anderem beschäftigt und auch sonst eher mit Praxis auf der Matte oder im Fitnessstudio. Nun folgt ein kleines Update.
Im März ging meine Yogalehrerausbildung in die nächste Runde, wieder mit einem tollen Wochenende mit meinen lieben Mitschülern, den Lehrern Ulrike & Werner und schönem Sonnenschein, der in der Mittagspausen Lust aufs Frühjahr gemacht hat. Thematisch ging es um die Themen Yoga & Stress und weiter in der Yogaphilosohie. Allein darüber könnte ich (bei mehr Zeit) noch unzählige Beiträge dazu verfassen. Aber eins nach dem anderen.
Die Yogakurse Dienstag abends im Fitnessstudio laufen gut, mal mit mehr,mal mit weniger Teilnehmern, aber es ist ein offener Fitnessstudiokurs, da ist Fluktuation normal. Ich denke, dass es ganz gut angenommen wird & ich versuche jede Stunde ordentlich vorzubereiten (woraus ich ja auch ziemlich viel lerne) um den Teilnehmern Dynamik & Entspannung zu bieten. Habe auch schon gutes Feedback bekommen, sowohl was die Gestaltung als auch die Entspannung angeht, was mich sehr freut, aber ich denke, ich bin noch am Anfang und muss echt noch extrem viel Lernen (und bei vielen Sachen denke ich hinterher was ich noch hätte alles sagen oder machen können…).
Auch mit meiner Praxis zu Hause war ich fleißig, ich bereite an 1-2 Tagen die Stunde fürs Fitnessstudio vor, an den anderen Tagen übe ich was mir gerade in den Sinn kommt. Aber häufig habe ich dann doch die Unterrichtsgestaltung im Hinterkopf, was ich eigentlich auch mal bei meiner eigenen Praxis ausblenden sollte. Das Ziel tägliche Yogapraxis ist doch schneller in mein Leben gerückt als ich noch vor einiger Zeit gedacht habe, aber es hat auch einen gewissen Suchtfaktor. Und es macht mich schon in vielen Dingen viel gelassener, besonders was meinen Job betrifft. 1-2 yogafreie Tage sind dann doch meist unumgänglich, wenn man auch noch was anderes machen will, Ziel ist, dann trotzdem noch ein Viertelstündchen Yoga zu machen, aber man muss auch noch Ziele im Leben haben
Zu meinem Geburtstag im März habe ich ganz viele tolle Yogabücher & ein Yogitowel geschenkt bekommen, worüber ich mich riesig gefreut habe. Habe noch nicht alles gelesen, aber bisher gefällt mir das Flow Yoga Buch von Beate Cuson extrem gut.
Heute war ich zu einem tollen Workshop, dazu gibt es einen gesonderten Bericht.
Anfang Mai geht die Yogalehrerausbildung weiter, die nachdem sich die Spitzenverbände der Krankenkassen getroffen hatten, auf 500 Stunden erhöht wurde, damit die Ausbildung dann auch anerkannt werden kann. Die 100 Stunden mehr sind eher eine freiwillige Sache, aber wir sind alle so begeistert von der Ausbildung & wissbegierig, dass alle gern die Extrastunden mitmachen wollen.
An diesem Wochenende geht meine Yogalehrerausbildung mit einem weiteren Blockseminar von Freitag bis Sonntag weiter und ich fand es wieder richtig gut meine lieben Yogakommilitonen wieder zu sehen und mehr über Yoga zu Lernen. Dieses Ausbildungswochenende wird von Michael von der Yoga Akademie Freiburg unterrichtet und brachte nach einer Vorstellungsrunde auch ganz neue Aspekte in die von ihm geleitete Yogastunde. Praktiziert wurde in einem langsamen Tempo die klassischen Asanas der Rishikesh-Reihe, die wir mit einer besonderen Konzentration auf das Stirnchakra und sich Loslösen vom Körper besonders meditativ erlebten. Dies brachte wirklich eine neue Dimension und Perspektive ins Yogaerleben. Im Theorieteil geht es um die Chakrenlehre und wir gehen jedes Chakra einzeln durch und man kann Michael wirklich stundenlang ohne Wunsch nach Pause zuhören. Die bisherigen 2 Tage vergingen wir im Flug und man wünscht sich wirklich noch mehr Ausbildungsstunden, weil das Thema Yoga in all seinen Facetten so unglaublich spannend und interessant ist.
Am Ende meines Urlaubs stand der 2. Ausbildungsblock meiner Yogalehrerausbildung in Marburg. Freitag Vormittag ging es los & unsere Dozentin Ulrike leitete nach der ausführlichen Vorstellungsrunde eine angenehme Yogastund
e an (leichte Mittelstufe). Theoretisch ging es weiter mit dem Schwerpunktthema Vorwärtsbeugen (Paschimottasana (sitzende Vorwärtsbeuge) und Uttanasana (stehende Vorwärtsbeuge)) und nach der Mittagspause mit einem interessanten Vortag über die Wirbelsäule, die im Yoga ein zentrales Anatomieelement ist. Besonders das Alter lässt sich an der Beweglichkeit der Wirbelsäule ablesen. Und die Wirbelsäule repräsentiert die ideale Verbindung von sthira (Stabilität) und sukha (Flexibilität).
Besonders interessant und lehrreich fand ich die Informationen über die Bandscheiben, die ab einem Alter von Mitte 20 keine Versorgung mehr bekommen und dann nur noch über ausreichend Bewegung “ernährt” werden können. Wenn die Bandscheiben bei guter Bewegung z.B. durch Vor- und Rückbeugen und Twists (Drehbewegungen) in unterschiedliche Richtungen gedrückt werden ist eine Versorgung der Bandscheiben durch Osmose von aussen gegeben. Wenn man sich aber nur einseitig in eine Richtung bewegt (z.b. nur Vorbeugen am Schreibtisch), dann werden die Bandscheiben nur in eine Richtung gequetscht, verlieren ihre Flexibilität und im schlimmsten Fall kann es zum Bandscheibenvorfall kommen.
Auch im Yogaenergetischen Bereich spielt die Wirbelsäule eine zentrale Rolle: Über die Wirbelsäule steigt die Kundalinienergie vom Steißbein-/Kreuzbeinbereich über die Nadis hoch zum Stirnchakra.
Im Asanaworkshop wurden dann Paschimottasana und Uttasana praktisch geübt und gegenseitig angeleitet, ausführlich besprochen und Gegenbewegungen (Tisch, Schiefe Ebene, Fisch, Chakrasana) beschrieben.
Abschliessend wurden wir in der Abschlussmeditation noch einmal durch das an diesem Tag erlernte Wissen geleitet, was eine angenehme Wiederholung und ein schöner Tagesrückblick war. Mit dem Loka Samasta-Mantra wurden wir in den Freitag abend entlassen.
Gestern hat die erste von mir unterrichtete Yogastunde stattgefunden! Die Yogalehrerin im Fitnessstudio hat mich schon gefragt ob ich die Vertretung machen möchte als ich ihr von meiner Yogalehrerausbildung erzählte, so dass die Vertretung seit Wochen geplant war. Ich hab es mir von Anfang an zugetraut und und konnte ich mich über einen längeren Zeitraum mit dem Gedanken auseinandersetzen. Richtig konkret wurde die Stunde dann am Samstag Nachmittag als ich mich bei schönstem Oktobersonnenschein im Garten mit der theoretischen Planung der Stunde auseinandersetzte. Bewaffnet mit meinen Aufzeichnungen aus dem ersten Ausbildungswochenende, verschiedenen Yogabüchern und iPhone Apps plante ich den Ablauf der Stunde und die Asanas, schaute mir die Asanas noch einmal ganz genau an und probte die Stunde anschliessend um zu sehen ob das Programm in 60-70 min machbar ist und ob wie ich die Übergänge möglichst fliessend hinbekomme. Hier und da habe ich noch kleine Änderungen vorgenommen und war am Samstag schon ganz zufrieden und optimistisch. Die momentanen Yogastunden zu Hause übe ich jetzt mit Ansagen im Selbstgespräch, denn das Knifflige am Lehrerdasein ist ja die Asanas nicht nur ausführen zu können, sondern diese auch noch möglichst genau zu verbalisieren (“Linker Fuß hinter das rechte Ohr während der rechte Arm…”). Diese Yogaselbstgespräche werden im Web2.0.-Haushalt auch direkt entsprechend kommentiert.
Am Sonntag Nachmittag bin ich die Stunde dann nochmals durchgegangen und habe noch die Abschlussentspannung dazugefügt und die Stunde mit einem (anfänglich etwas unfreiwilligen) Teilnehmer, der noch nie vorher Yoga gemacht hat, geübt. Auch das lief gut und ich konnte die Ansagen etwas besser lernen und üben.
Montag bin ich dann erst in die Stepstunde ins Fitnessstudio und zu Hause gab es anschliessend die Generalprobe mit finalem Programm für die Yogastunde am Dienstag. Überschattet wurde meine Yogaeuphorie durch die traurige Nachricht, dass meine Tante, die ich sehr gern mochte, am Wochenende verstorben ist, was mich doch aus der Bahn geworfen hat. Dadurch war ich auch am Dienstag auf der Arbeit recht durch den Wind, aber schon nachmittags zu Hause. Kurz vor der Yogastunde habe ich mir dann die Notizen nochmals angesehen und war dann doch ziemlich aufgeregt. Danke an Diana für den super Tipp mit der Wechselatmung! Das hat mich wirklich runtergebracht.
Auf der Fahrt ins Fitnesstudio habe ich dann die CD Sharanam von Sharon Gannon gehört.
Wegen der Herbstferien war allerdings nicht so viel los, der Yogakurs ist auch recht unterschiedlich besucht. Ich hatte 2 Teilnehmerinnen, die den Kurs regelmäßig besuchen und zu den fitteren gehören. Dabei hatte ich mich auch auf die etwas älteren und nicht so flexiblen Teilnehmerinnen eingestellt, die sonst auch meist da sind.
Die Stunde lief dann wie geplant und nach der Anfangsentspannung und der ersten Asanas kamen meine Ansagen flüssig und fast wie von selbst, so dass ich zwischenzeitlich fast über mich selber staunte.
Meine Teilnehmerinnen sahen am Ende der Stunde recht glücklich aus & sagten, dass ihnen die Stunde gefallen hat, so dass ich denke, dass es wirklich optimal gelaufen ist. Ich bin auch mit einem glücklichen Yogagrinsen nach Hause gefahren und freue mich schon auf die Vorbereitung der nächsten Stunde. Wenn man von etwas überzeugt ist, dann macht es auch echt Spaß es mit anderen zu teilen!
Gewidmet habe ich diese erste Yogastunde meiner lieben Tante Ria- Ruhe in Frieden.
Etwas geschafft, aber voller positiver Energie bin ich vom 1. Ausbildungswochenende zurück. Und ich denke, dass die Entscheidung die Ausbildung zu beginnen gut war. Am liebsten würde ich morgen direkt weitermachen, aber ich muss nach 1 Woche Kurzurlaub wieder zur Arbeit.
Samstag und Sonntag waren volle Ausbildungstage 10-17 bzw. 18h mit einer Stunde Mittagspause, in der wir zusammen Essen gehen (können). Morgens ist erst eine Yogastunde und ein Yogaworkshop dran, und nach der Mittagspause 1,5-2 Std. Theorie, dann wieder Asanapraxis.
Bisher lernen wir ersteinmal eine Anfängerstunde vorzubereiten und haben am Samstag bereits in 2erTeams versucht die Sonnengrüße anzusagen, was ersteinmal gar nicht so einfach ist und man sich selbst noch ein bisschen lächerlich vorkommt, denn man will ja auch seinen eigenen Yogalehrer nicht zu 100% kopieren.
Vermeintlich einfache “Anfänger-”Asanas werden auch auf einmal furchtbar kompliziert wenn es wirklich auf die anatomische Genauigkeit drauf ankommt und man lernt doch einige Schwächen an sich kennen. Auf einmal sind Dreieck (Trikonasana) und Krieger (Virabdhrasana) gar nicht so einfach. Hier gehen wir die Sache aber auch im Iyengarischer Genauigkeit an, denn mein Lehrer kommt zum Teil auch aus dieser Schule. Zum verlinkten Foto zum Virabdhrasana aus dem Yogajournal kann ich sagen, dass ich heute gelernt habe, dass man den Rücken nicht so weit (Bananenmässig) nach hinten biegen soll und man soll nach vorn und nicht nach oben schauen. Ebenso soll man beim Sonnengruß in der Armstreckung keine “Banane” machen, sondern sich nach oben strecken. Diese Feinheiten haben es wirklich in sich, wahrscheinlich werden die aber auch nach Lehrer oder Schule anders gelehrt und gehandhabt.
Der Theorieteil war didaktisch auch sehr gut aufbereitet, da mein Yogalehrer auch “normaler” Lehrer an einer Schule ist. Es ging ersteinmal um die geschichtliche Einordnung und heute über die Yogasutras des Patanjali. Gestern wurden die Gunas angesprochen, damit habe ich mich bisher noch nicht wirklich auseinandergesetzt. Heute ging es dann vorrangig um Yamas und Niyamas.
In der Asanapraxis sind wie gesagt aktuell Anfängerstunden dran, also ich empfand es noch nicht als körperlich wirklich herausfordernd, aber Yoga ist ja auch kein/nicht nur Sport, sondern ein ganzheitliches System. Darauf liegt auch das Hauptaugenmerk meiner Ausbildung. Zwar nehmen die Asanas den größten Teil ein, aber immer im Zusammenhang mit eigenem Wohlbefinden und Entspannung.
In 6 Wochen geht es weiter und ich freue mich schon jetzt darauf. Hausaufgaben bis dahin: Den Stoff vom Wochenende nachbereiten und viel eigene Asanapraxis.

