Archive for the ‘Abenteuer Yogalehrerausbildung’ Category

Alles neu macht der Mai, heißt es. Der 1. Mai ist so ein bisschen wie der 1. Januar. Nur nicht so kalt, aber ein Neuanfang, die Natur beginnt wieder zu erblühen und man fühlt sich aufgrund der längeren Tage wieder viel aktiver und voller neuer Kraft.

Ich finde, dies ist ein guter Zeitpunkt mit einer eigenen Yogapraxis zu Hause zu starten. Viele von euch besuchen vielleicht ein oder zweimal die Woche einen Yogakurs, aber Yoga zu Hause üben…unvorstellbar??

Dabei braucht man nicht viel: eine eigene Matte (gibt’s ab ca. 15,-), vielleicht ein bis 2 Blöcke und einen Gurt IMG_0758(aber auch kein Muss), eine Decke & bequeme, nicht einengende Kleidung (und das Gute ist: zu Hause kannst du auch im Schlafanzug üben!). Am besten eine kleine Ecke (z.B. im Wohnzimmer oder Schlafzimmer) einrichten, wo du eine kleine Weile vielleicht ungestört sein kannst. Dann vielleicht noch den/die Partner/in mit Hund und Kindern auf einen Spaziergang schicken.

Häufig werde ich nach der Yogastunde nach guten Yoga DVDs gefragt. Und ja, der Markt ist echt unübersichtlich. Es kommt drauf an welchen Stil du willst und so weiter. Da ich selber seit einiger Zeit Yogaeasy zu Hause nutze, empfehle ich allen mit Internetzugang (und am besten auch noch Laptop/WLAN) dieses komfortable Yoga-Online-Studio.

Wenn ihr meinen Blog regelmässig lest, werdet ihr wissen, dass ich auf dem Land lebe und das nächste richtige Yogastudio 25 km entfernt ist. Unter anderem bin ich ja deswegen auch Yogalehrerin geworden. Da ich bei mir in der Region bisher wenig Angebot an Yogakursen hatte, oder nur in Stilen, die mir nicht so 100% lagen, ist Yogaeasy die Lösung! Eine wirklich breit gefächerte Auswahl an unterschiedlichsten Yogastunden und -stilen, für Anfänger, Fortgeschrittene und für bestimmte Themen. Und die Yogastunden sind ganz unterschiedlich lang, wenn man nur kurz Zeit hat, wählt man eine Ministunde mit 20 min., wenn man ausgiebig üben will eine mit 90-100 min. Besonders gefällt mit auch die Auswahl der Lehrer, hier sind wirklich Deutschlands Top-Yogalehrer vertreten von der Hatha Yoga Ikone Anna Trökes bis zu spritzigen Jivamuktilehrern. Und für Yogalehrer selbst gibt es hier ganz viele Inspirationen ohne zum anderen Ende Deutschlands reisen zu müssen.

Was natürlich fehlt sind die Adjustments und Hands on durch den Yogalehrer, daher ersetzt Yogaeasy nicht die Teilnahme an einem Yogakurs vor Ort. Aber es ist eine wunderbare Ergänzung, da man zu jederzeit und fast überall mit der großen Auswahl an Yogavideos üben kann. Des weiteren ist es ein Top Preis-Leistungsverhältnis, vergleicht man den monatlichen Beitrag mit dem Kauf einer DVD.

Ich habe bisher auch nur einen Bruchteil der Videos mitgemacht, einige dafür schon mehrfach und zu meinen Lieblingsvideos gehören “Yoga für alle” von Patrick Broome, die Videos von Nicole Bongartz im Vishnus Couch-Stil, die Jivamukti-Videos mit Antje Schäfer & Petros Haffenrichter und aktuell die Videos mit Irina & Valentin Alex.

Wenn ihr Lust habt, dann probiert Yogaeasy doch mal unverbindlich für einen Monat kostenlos aus. Hier ein kleines Geschenk für den Mai, den Gutscheinlink:

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Zurück bin ich aus Göttingen vom 2. Teil des Vinyasa Yoga Teachertrainings (ich berichtete) mit Anna Geisenhainer von der Vinyasa Power Yoga Akademie. Ganz ganz viel Praxis stand wieder im Vordergrund, und da unsere Gruppe sehr klein war, hatten wir ordentlich Zeit und Raum um uns über alles mögliche vom Alignment in Asanas über Flows und die Yogawelt an sich auszutauschen. Es wurden richtig viele Fragen gestellt, die alle zufriedenstellend geklärt werden konnten. In der Zusatzausbildung waren ausgebildete Yogalehrer aus unterschiedlichen Richtungen und daher hatten wir als Hausaufgabe eine Vinyasa Yogastunde auszuarbeiten & zu unterrichten. Es war auch spannend zu sehen was sich schon seit dem ca. 6 Wochen zurückliegenden Ausbildungswochenende getan hatte und alle Stunden haben viel Spaß gemacht, auch wenn es nach etlichen Sonnengrüßen und Flows zwischendurch anstrengend wurde. Heute haben wir dann noch in der Göttinger Barefoot Yogaschule, in deren Räumen unsere Ausbildungswochenenden stattfanden, in einer normalen Yogaklasse assistiert und die bisher besprochenen und geübten Adjustments & Hands On an normalen Teilnehmern ausprobiert, was eine gute Gelegenheit war Scheu abzubauen & Hand anzulegen.

Als Yogalehrer ist es auch gut professionelles Feedback zu bekommen (was man ja so meist nicht von den Teilnehmern bekommt) um sich weiter zu entwickeln und in manchen Bereichen zu verfeinern. Obwohl ich jetzt relativ frisch aus meiner Yogalehrerausbildung komme, hat mich die Weiterbildung im Vinyasa Stil auch jetzt schon weiter gebracht. Ich habe sehr viel gelernt und mitgenommen und bin heiß drauf alles Gelernte in die Praxis umzusetzen.

Und es ist immer wieder schön Gleichgesinnte zu treffen, sich auszutauschen und gemeinsam zu wachsen. Schade, dass sich die Wege jetzt wieder trennen, aber wir werden uns sich hier oder da wieder begegnen. Mich hat die Zusatzausbildung auf meinem Weg bestärkt und ein großes Dankeschön geht an die Lehrerin Anna & die anderen superlieben Teilnehmerinnen.

Die letzten 2 Wochen hatte ich Urlaub vom Bürojob, aber zum bloggen kam ich bislang nicht; Sie kennen das (um hier mal ein Twitter-Mem aufzugreifen). Auf Twitter kann man etwas häufiger mal was in 140 Zeichen von mir lesen.

Den September über habe ich 3 meiner Kurse nach der Arbeit unterrichtet und einige Kurse vertreten, so dass ich schon ziemlich in meiner Freizeit ausgelastet war. Neben einem >40 Std. Job muss man sehr darauf achten, dass es nicht in Stress ausartet, aber bisher machen mir alle Kurse viel Freude. Auch der Schnupperkurs in dem Ort, in dem ich wohne ist gut angelaufen, so dass ich auch noch anschliessend eine Schnupperstunde in der Gymnastikgruppe des Sportvereins unterrichtet habe. Es fliesst also.

Allerdings suche ich in Ernsthausen einen neuen Raum, da der Raum, in dem der Schnupperkurs stattfand im Winter einfach zu kalt ist (und muffig riecht). Dies ist auf dem Land gar nicht so einfach, aber ich bin mir sicher, dass sich etwas ergeben wird.

Diese Woche hatte ich noch eine interessante Begegnung in Sachen Kundalini Yoga hier in dem kleinen 1000 Seelen Ort in dem ich wohne, und meine erste Kundalini-Schnupperstunde sowie einen Ausflug in die Numerologie. Ich habe einen dicken Muskelkater von den ungewohnte Übungen mitgenommen, fand es recht interessant, aber es hat mich bisher nicht “gekickt”, ich bin nicht sicher ob dies “meine Tasse Yogi-Tee” ist, aber es wird sicher nicht der letzte Ausflug in diese Richtung gewesen sein.

Derzeit nehme ich am 40h Vinyasa Yoga Teachertraining in Göttingen von der Vinyasa Power Yoga Akademie Deutschland teil, einem Aufbaukurs im Vinyasa Yoga für ausgebildete Yogalehrer aus anderen Traditionen. Und ich stelle fest: Ja, das ist mein Ding!

Ich unterrichte eigentlich fast schon die ganze Zeit intuitiv im Flow Stil, baue meinen Unterricht in Flows und Vinyasas auf. Gerade freue ich mich trotz fiesem Muskelkater über die fordernde Praxis, die undogmatische, freie & herzliche Weise von Lehrerin Anna und darüber die Technik zu verfeinern und besonders auch das Adjusten im Flow zu lernen. Wir sind eine kleine Gruppe und der Austausch ist sehr bereichernd. Bin momentan erschöpft glücklich. Morgen ist der 3. Ausbildungstag und Ende November geht es dann weiter mit einem 2. Wochenende.

Vorher freue ich mich noch auf die Inside Yoga Conference, die ja auch schon bald vor der Tür steht. Stay tuned.

Eigentlich beginnt der Yogaweg jeden Tag aufs Neue. Ich bin in Gedanken noch häufig bei letztem Wochenende, als ich meine Yogalehrerprüfung abgelegt habe und kann es immer noch nicht wirklich glauben. Der Stoff der Yogalehrerprüfung war zwar sehr umfangreich, aber hat mir gezeigt, dass es nur ein Anstoß ist, sich tiefer mit vielen Aspekten des Yoga (und der Anatomie) zu beschäftigen. Es war wirklich gut, den Druck zu haben, ein paar Sachen wirklich in sich reinzupauken. In der Ausbildung haben sich die Themen durch häufiges Wiederholen tief festgesetzt, ich bin dankbar für diese solide Basis, auf die ich nun aufbauen möchte.

Das Prüfungswochenende war sehr intensiv, von Freitag bis Sonntag Mittag hatten wir insgesamt 9x45min. Yoga und jeder Prüfling hat wirklich eine tolle Stunde unterrichtet, jeder mit seiner Persönlichkeit.

Zum Zertifikat bekamen wir noch jeweils ein orangefarbenes Shivatuch, das unser Lehrer Werner auf seiner letzten Indienreise für uns gekauft und im Ganges gewaschen hat, sowie eine Mala-Perle und eine Yoga Balance Tasse. Die Zertifikatsübergabe war von Werner & Ulrike sehr schön gestaltet. Anschliessend ging es noch auf einen Sekt & eine Kleinigkeit zu essen. Wir sind uns sicher, dass sich die Wege nicht so weit verlaufen werden und planen schon regelmässige Yogatreffen und -stammtische in Marburg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von uns gab es noch eine Bildercollage mit Bildern der Ausbildung und andere lustige Geschenke an unserer Lehrer.

Meine nächsten Wochen werden yogareich, neben den Kursen in Frankenberg/Eder und Medebach werde ich im August noch Vertretungen in Marburg im Yoga Balance und im Haus der Ge(h)zeiten machen, also teilweise 3-5 Yogastunden in den nächsten beiden Wochen geben.

Auch in dem kleinen Ort im Burgwald, in dem ich wohne wollte ich mich jetzt langsam auf die Suche nach einem geeigneten Raum machen, und durch eine sehr nette Kundaliniyogabekanntschaft vor Ort werden wir uns am nächsten Mittwoch einen Raum bei mir um die Ecke anschauen. Ich bin gespannt und freue mich auf die Dinge, die noch so kommen werden.

Die nächste Fortbildung in Sachen Vinyasa Yoga für Oktober und November ist bereits gebucht, sowie ein Besuch auf der Frankfurter Inside Yoga Conference für den 28.10. Habe mir die Kurse mit Gabriela Bozic (Befreie deinen Geist) , den Kim Brüdern  (Martial Arts Yoga Training) und Frank Schuler (Atem und Vinyasa) gebucht und bin schon jetzt sehr gespannt. Vielleicht ergibt sich ja auch ein persönliches Treffen? Sag mir Bescheid wenn du auch da bist….

Heute war Yogalehrerprüfung. Um 10.00h sind wir pünktlich im Yoga Balance Studio zur schriftlichen Yogalehrerklausur angetreten. Wir, dass sind 9 von ursprünglich 13 Yogalehrerazubis (die anderen 3-4 werden vorrauss. im Dezember die Prüfung ablegen). Nach 4 intensiven Wochenenden des Lernens, Karteikartenschreibens & Sanskritvokabelnpaukens ging es dann in die 4stündige schriftliche Prüfung. Insgesamt 60 Fragen aus den Bereichen Philosophie, Didaktik, Anatomie und Yogatherapie erwarteten uns, davon mussten 60% richtig beantwortet werden. Gerade die Anatomiefragen waren nicht ganz ohne, was sogar die Physiotherapeutin meinte. Ich konnte über 90% recht gut beantworten, nur bei wenigen Fragen stand ich echt auch dem Schlauch. Auch die Sanskritvokabeln flossen….

Nach der Mittagspause in der Sonne, in der wir die Prüfungsfragen mit unserem Lehrer diskutierten, ging es dann am Nachmittag für 2 Prüflinge in die praktische dreiviertelstündige Prüfung, ich war die Zweite. Die erste Stunde begann mit einer Mobilisation und dann recht anspruchsvollen Balancehaltungen, nach der Pause ging es dann in meinen Flow, eine Mittelstufenstunde, die als Peak Asana parivritta janu shirshansana hatte, unter Einsatz von Hilfsmitteln (Yogagurt, Block & Decke). Klappte alles gut, auch das Zeitmanagement. Ich hatte diese Dreiviertelstunde auch inzwischen  3 mal mit meinem Kurs im Fitnessstudio geübt (denen hängt dieser Flow inzwischen bestimmt zum Hals raus), so wie mehrmals zu Hause, einmal habe ich mich sogar selber mit iMovie auf Video aufgenommen. Anschliessend folgte das Einzelgespräch, das Feedback meines Lehrers und die gute Nachricht alles gut bestanden zu haben. Ich muss sagen, so schlimm war es im Endeffekt nicht, aber es hat schon eine enorme Vorbereitung und Lernphase gekostet. Zusammenhänge auf allen Ebenen wurde immer klarer, aber auch die Erkenntnis, dass die 500h Yogalehrerausbildung nur der erste große Schritt auf dem Yogaweg ist, dieses Wissen erst die “Spitze des Eisbergs”. Für mich ist klar, dass die Ausbildung und Weiterbildung auf allen Ebenen weiter geht. Und ich bin meinem Lehrer Werner so was von dankbar, dass er diese wunderbare Ausbildung angeboten hat und mich auch ermutigt hat, diesen Weg zu gehen. Eine der besten Entscheidungen meines Lebens! D- A – N – K – E!

Morgen & Sonntag geht es mit den praktischen Prüfungen weiter, es wird ein intensives Yogawochenenende.

Auf der einen Seite bin ich glücklich & erleichtert es (gut) geschafft zu haben, aber auf der anderen Seite bin ich sehr traurig, dass die Ausbildung in dieser tollen Gruppe zu Ende ist (aber wir planen einen regelmäßigen Yogalehrerstammtisch in Marburg). Danke auch an alle Mit-Yogalehrerazubis, ich werde die tollen Wochenenden mit euch vermissen!

Der Yogalinus-Blog geht natürlich weiter, ich bleibe ja trotzdem weiterhin Schülerin 🙂

In 5 Wochen steht nach 500 Unterrichtseinheiten meine Yogalehrerprüfung an. Das letzte Ausbildungswochenende haben wir alle schon fast wehmütig letztes Wochenende gehabt und jetzt geht es in den Lern-Endspurt, denn um meinen Lehrer zu zitieren: “Das ist keine Ponyhofausbildung”.

Am 1. Augustwochenende erwartet uns ersteinmal eine 4 std. Klausur mit ca 50 Prüfungsfragen (kein Multiple choice). Die Fragen kommen aus allen Yogabereichen: Asanas, Anatomie, Geschichte, Philosophie,… Also ich muss u.a. wissen, was es mit einem Hüftgelenk auf sich hat und warum Krishnamacharya so wichtig für den modernen Hatha Yoga war. Natürlich auch, was Patanjali von sich gegeben hat, was die Koshas sind, die spirituelle Anatomie des Hatha Yoga, Asananamen auf Sanskrit und was z.B. Twists bewirken und welche Zielgruppe Twists eher vermeiden sollte. Dies ist nur eine kleine Auswahl.

Die nächsten Juliwochenenenden einschliesslich diesem habe ich mir daher zum Lernen vorgenommen, da ich unter der Woche neben meinem normalen Job & 2 Yogakursen, die ich derzeit unterrichte, zeit- und konzentrationsmässig nicht dazu komme.

Ich bin sehr sehr dankbar, dass ich schon so früh die Chance bekomme habe, einen regelmässigen Yogakurs zu geben und in Medebach unterrichte ich jetzt einen 2. Anfängerkurs, nach einem Schnupperkurs mit 5 festen Terminen. Der aktuelle Yogasommerkurs hat 7 Teilnehmer zwischen 8 & 60+ und ist auch wieder eine neue Erfahrung, die viel Freude macht. Zwischenzeitlich habe ich auch noch einen Workshop mit dem Thema Yoga & Laufen gegeben, ein paar Yogastunden im Haus der Ge(h)zeiten und im Yoga Balance vertreten. Also ich bin wirklich froh über diese vielfältige Unterrichtserfahrung, schon vor Abschluss meiner Ausbildung, was mir besonders für den 45 min. Praxisteil der Prüfung hilft. Das Thema für die praktische Prüfung mit freier Themenwahl haben wir letztes Wochenende schon mit unserem Lehrer besprochen und ich habe mein schriftliches Konzept schon abgegeben. Es wird eine Mittelstufen-Flow-Stunde mit Parivritta Janu Sirshasana als “Peak Pose”. Wichtig für die Vorbereitung dieser Asana sind Hüftöffnungen, Vorbeugen, Twists und Flankendehnung.

Ein weiteres wichtiges Thema, welches sich durch meine Ausbildungszeit zieht, sind die Begriffe abhyasa und vairagya aus den Yogasutras des Patanjali, Kapitel 1.12:

abhyasa vairagya abhyam tan nirodha

अभ्यासवैराग्याभ्यां तन्निरोधः

“Durch Üben und durch die Fähigkeit Loszulassen kann unser Geist den Zustand von Yoga erreichen” (Über Freiheit und Meditation, T.K.V. Desikachar, 2003, S. 29ff.).

Wichtig ist regelmässiges Üben und die Beharrlichkeit dran zu bleiben, auch wenn man mal keine Lust hat. Eine gewisse Disziplin ist wichtig, aber hier darf man den schmalen Grat zwischen dem was Gut tut und übereifrigem perfektionistischem Streben nicht überschreiten. Zu viel Ehrgeiz kann zu Verspannungen oder Verletzungen führen, wichtig ist, die Waage zu halten zwischen beharrlichem Üben und Gelassenheit. Vairagya bedeutet auch Wunschlosigkeit, daher ist es wichtig keine Erwartungen an sich selber zu stellen, sondern die Asana (oder im übertragenen Sinne was auch immer) immer wieder neu zu erleben, sich aus alten Mustern zu lösen.

Heutzutage kommt dem Loslassen, der Gelassenheit und der Wunschlosigkeit gerade im Alltag kaum Beachtung zu, die vor allem stressbedingten Folgen hören und lesen wir fast täglich in den Medien. Durch (Hatha) Yoga versuchen wir im innen und äusseren Balance zu erreichen. Meine Yogalehrer in der Ausbildung haben uns von Anfang an zu täglicher Praxis aufgefordert und ermutigt:

sa tu dirghakala nairantarya satkara adara asevito dridhabhumih ||14||

स तु दीर्घकाल नैरन्तर्य सत्कारादरासेवितो दृढभूमिः ॥१४॥

“Eine Übungspraxis wird nur dann Erfolge zeigen, wenn wir sie über einen langen Zeitraum ohne Unterbrechungen beibehalten, wenn sie von Vertrauen in den Weg und von einem Interesse, das aus unserem Inneren erwächst, getragen ist.” (Über Freiheit und Meditation, T.K.V. Desikachar, 2003, S. 31.).

In diesem Sinne widme ich mich jetzt dem Lernen und wünsche euch ein schönes Wochenende!

 

 

Seit über eineinhalb Jahren läuft nun schon meine Yogalehrerausbildung und besonders die Reise nach Lanzarote hat uns als Gruppe noch mehr zusammengeschweißt. Seit einem Jahr unterrichte ich bereits den festen Kurs im Fitnessstudio, ein Ankerpunkt für mich in meiner sonst sehr stressigen Arbeitswoche. Seit letzter Woche vertrete ich jetzt auch einen Kurs im Yoga Balance Studio, wo ich meine Ausbildung mache, für einen Monat. Die Ausbildung sollte schon abgeschlossen sein, wenn wir nicht um 100 Std. erhöht hätten. Auf der einen Seite habe ich schon unglaublich viel gelernt, auf der anderen Seite erkenne ich immer mehr, dass Yoga so umfassend ist, dass das Lernen nie aufhört. Vor 2 Wochen beim letzten Ausbildungswochenende haben wir die Prüfungssituation simuliert und in 2 Std. 25 Fragen gelöst unter Zuhilfenahme der Skripte. Über 3/4 der Ausbildung haben wir schon absolviert und ich sehe dem Ende der Ausbildung schon fast etwas traurig entgegen, da es wirklich schöne, intensive und lehrreiche Wochenenden mit netten Mitschülern & Lehrern sind.
Mit unserer Truppe treffen wir uns jetzt auch alle 3-4 Wochen um Praxis (vor allem Unterrichten) und Theorie zu lernen. Der erste Lerntermin war schon recht erfolgreich, der nächste steht in der kommenden Woche an.
Den Zauber der Reise nach Lanzarote habe ich im Herzen mitgenommen, auch wenn die 1,5 Monate nach der Reise wieder sehr stressig im Büro wurden. Da ich nach wie vor viel Zeit auf der Matte mit Unterrichten oder zu eigenem Vergnügen verbringe, bleibt wie immer wenig Zeit zum bloggen.
Yoga macht definitiv etwas mit einem und ich spüre die Veränderung. Diana hat vor kurzem darüber berichtet und an Weihnachten habe ich auch das kurzweilige Buch von Susanne Fröhlich gelesen, das auch dieses Thema anschneidet. Das Buch ist amüsant, mit einem etwas oberflächlichen Blick auf Yoga, aber gar nicht schlecht recherchiert und erfrischend, so dass man selbst als Yogalehrer über einiges Schmunzeln kann. Bleibt zu hoffen, dass dies für einige ein Einstieg in eine schöne neue Yogawelt ist.

Mit meiner Yogalehrerausbildungsgruppe ging es jetzt auf Reise aus dem tristen & winterlichen Deutschland auf die sommerlich warme Insel Lanzarote. Wir haben bisher unwahrscheinliches Glück mit dem Wetter & auch die Gruppe hat sich zu einer tollen Reisegruppe entwickelt.

Ursprünglich war geplant, das die Abschlussprüfung auf Lanzarote stattfindet, aber diese wurde durch die Erhöhung um 100 Stunden in den August verschoben & alle sind froh sich etwas mehr entspannen zu können & mehr Zeit zum Lernen zu haben. Wir haben jeweils morgens und abends 1,5 Std. Yoga, und jeder Yogalehrerausbildungsschüler hat eine Dreiviertelstunde Yogaunterricht vorbereitet, so dass wir die Stunden sehr unterschiedlich gestaltet haben & viel voneinander Lernen. Und es ist wirklich enorm zu sehen, wie sich jeder einzelne entwickelt hat. Es hat viel Vorbereitung und auch Nerven gekostet, aber wirklich jeder hat eine super Stunde gehalten. Alle sind glücklich, dass die Lehrproben jetzt für den Urlaub vorbei sind & wir jetzt noch mehr den Aufenthalt geniessen können.

Untergebracht sind wir in den wunderschönen Apartments von Lotus del Mar in Mala, im Norden der Insel. Die Anlage ist wirklich unglaublich schön mit enorm viel Liebe zum Detail eingerichtet & der Blick aus dem Yogaraum ist einfach herrlich.

Nach der morgendlichen Yogastunde bereiten wir zusammen in einem der größeren Apartments das gemeinsame Frühstück vor & anschliessend ist freie Zeit bis zur Yogastunde am frühen Abend. 2 Nachmittage haben wir schon bei viel Sonnenschein am Sandstrand von Famara verbracht & auch im Meer gebadet. Einen weiteren Nachmittag habe ich mich dann auf der Terrasse des schönen Apartments auf die Lehrprobe am Abend vorbereitet. Abends gehen wir entweder gemeinsam essen oder kochen zusammen, was mit enorm viel Teamwork, richtig guten Gesprächen& viel Spaß einen wunderbaren Yogaurlaub ausmacht.

Neben Stunden bei unseren Lehrern Werner, Michael & Nadine haben wir auch eine schöne meditative Stunde von Maria unterrichtet bekommen, mit Nada Yoga & einigen Flows aus dem Tri Yoga.

Es bleiben noch ein paar Tage, die wir bei hoffentlich weiterhin herrlichem Wetter hier verbringen dürfen & wir planen schon die nächsten Yogafotosessions am Strand – so wie heute…

Meine Yogalehrerausbildung geht weiter, über  die  letzten Ausbildungswochenenden habe ich teilweise aus Zeitmangel nicht gebloggt, nehme mir aber immer mal wieder vor dies noch “aufzuarbeiten”, da ich dadurch gut Lernen kann.

Durch einen Druckfehler dachten ich & ein paar meiner Yogalehrerausbildungskommilitonen, dass das lange Wochenende schon am Donnerstag losgehen soll, so dass wir uns gestern um 10 Uhr gefragt haben wo die anderen bloß bleiben. Nach ein paar Telefonaten fanden wir dann raus, dass es doch erst am Freitag beginnt. Also sind wir noch einen Tee trinken gegangen & haben uns sehr gut unterhalten und uns dann doch über die geschenkte Zeit gefreut. Am Nachmittag habe ich dann nach einem guten Stündchen Yoga im Wohnzimmer und etwas Prokrastination doch noch ein paar meiner Yogahausaufgabenfragen beantwortet, bin aber noch nicht durch. Aber gut Ding will Weile haben.

Ich versuche die Dinge nicht überstürzen zu lassen, sondern gehe davon aus, dass einiges zur richtigen Zeit passieren wird.  Nach über einem Jahr Yogalehrerausbildung habe ich schon ganz schön viel gelernt, aber habe gerade in letzter Zeit auch das Gefühl etwas auf der Stelle zu treten und meine Yogaweisheiten und -erkenntnisse doch noch nicht gut genug besonders auf mein eigenes Berufsleben (Hektik & Stress ohne Ende) übertragen zu können. Gedanken übers “Aussteigen” kommen auf, aber für diesen Schritt bin ich noch nicht weit genug. Auf der einen Seite liebe ich diesen Job, also die Tätigkeit an sich und der Kontakt nach Skandinavien (um auch die Sprache nicht zu verlernen), aber auf der anderen Seite stehen ein schwieriger Chef & die sogenannte Jobverdichtung.

Was mich zur Zeit sehr erfüllt ist mein Yogakurs, den ich 1x die Woche gebe. Mir macht die Vorbereitung Spaß, das Teilen des Wissens und die glücklichen & entspannten Augen meiner Teilnehmer, von denen ich auch viel positives Feedback bekomme.

Daher freue ich mich auch auf jedes Ausbildungswochenende, an dem man viel lernt & sich auf einer bestimmten Ebene austauschen kann.

Ich bin sehr dankbar auf diesem Weg zu sein und Grüße in diesem Sinne meine Yogalehrermitschüler und wünsche allen ein schönes Wochenende mit Entspannungsinseln.

Vor 2 Wochen fand der 6. Ausbildungsblock meiner inzwischen 500 UE umfassenden Yogalehrerausbildung statt. Das lange Ausbildungswochenende begann schon am Donnerststag, allerdings hatte ich durch die Hochsaison auf der Arbeit so viel im Büro um die Ohren, dass ich Donnerstag & Freitag erst noch früh morgens ins Büro gefahren bin um dann die Ausbildung ab mittags mitzumachen. Dies war auch wegen der Fahrerei ein bisschen stressig, aber die Yogatage haben sich wieder gut gelohnt.

Am Donnerstag hat Christiane den Ausbildungstag gestaltet und wir haben sehr viele gesungen, teils zu Christianes Gitarrenbegleitung. Das war eine ganz neue Erfahrung und wirklich schön. Und damit wir die Melodien der Mantren behalten, hat Christiane es mit dem iPhone aufgenommen. Es folgten noch interessante Partnerübungen, die teilweise summend ausgeführt wurden:

1. Übung: die Partner sitzen Rücken an Rücken, die Beine in Schmetterlingsposition (Baddha Konasana). Beide schliessen die Augen und summen beim Ausatmen. Variation: Beide drehen sich im Rumpf nach rechts und die rechte Hand wird jeweils auf den Oberschenkel/Knie des anderen gelegt, es wird beim ausatmen wieder gesummt, mit linker Seite wiederholen.

2. Übung: Einer liegt in Balasana, die 2. Person kniet sich dahinter und legt die Hände auf den unteren Rücken. Dann fängt der Partner, der die Hände auflegt, an zu summen und kann Wärme und Kraft an den Partner senden. Anschliessend summt auch die Person, die in Balasana liegt mit.

3. Übung: Ein Partner liegt in Bauchlage, Beine sind geschlossen, Fußrücken auf dem Boden, Arme sind weit nach vorn ausgestreckt (ggf. kleines Kissen unter die Stirn legen). Der Partner steht vor dem Kopf und der Liegende greift die Fussfesseln des stehenden Partners. Der stehende Partner geht langsam in die Hundposition, indem er mit den Händen neben der Wirbelsäule gleichzeitig massierend in Richtung unteren Rücken läuft. Die Hände werden am unteren Rücken/Kreuzbeinbereich abgesetzt, das Körpergewicht kann abgegeben werden. Beide Partner können die Übung noch verstärken indem sie summen.

Diese Partnerasanas waren äusserst interessant und sehr nah & heilsam und eignen sich für Gruppen, bzw. Partner, die sich gut kennen.

Als letzte Übung haben wir dann im Kreis stehend und uns an den Händen haltend die Chakren getönt (U-Å-O-A-E-EI-I). Ich fand, dies war eine ziemlich interessante Erfahrung und bei mir hat es so einiges geeint womit ich in letzter Zeit gekämpft habe.

Die nächsten 3 Ausbildungstage waren dann bei Werner, es standen Lehrproben an, in denen wir unsere “Hausaufgaben” umsetzten und Asanas anleiteten und dann ausführlich besprachen. “Wir kritisieren inzwischen auf sehr hohem Niveau” merkte Sarah dann irgendwann an.

Morgens haben wir auch noch dynamische Yogastunden in Richtung Jivamukti unter Werners Anleitung gemacht, die mir besonders viel Spaß gemacht haben & einigen der Mitschüler die Abneigung vor dem in den Liegestütz Springen genommen haben.

In der Theorie haben wir im Schnelldurchlauf den Stoff der vorangegangenen Ausbildungswochenenden wiederholt und damit vertieft, bzw. jetzt auch schon aus einem anderen Blickwinkel sehen können. Es ging um die geschichtliche Entwicklung, die 3 Richtungen (klassisch-philosophischer Yoga (Patanjali), religiöser Yoga (Bhaghavad Gita) und Hatha Yoga.

Des weiteren haben wir etwas Anatomie wiederholt (Muskeln, Sehnen& Bänder), sowie die Atmung.

Nachmittags haben wir dann an 2 Tagen die wunderbare Dokumentation “Yoga unveiled” gesehen, die nochmals alles hervorragend zusammenfasste und visualisierte und uns den großen Yogameistern näher brachte.

Alles in Allem wieder ein wunderbares Wochenende mit viel Input. Auf den Weg haben wir “Zwischenprüfungsfragen” mitbekommen, die wir als Hausaufgaben bis Anfang September durcharbeiten sollen. Ich plane, die eine oder andere der 25 Fragen in Blogbeiträgen zu thematisieren.

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