Archive for the ‘Gedanken des Tages’ Category

Wie üblich komme ich selten zum bloggen, da ich momentan 3 Kurse die Woche neben meinem Vollzeitjob unterrichte und auch an den Wochenende viel unterwegs bin, sei es beruflich in Finnisch Lappland, Yoga-Workshops unterrichten oder bei Fitnessstudio-Eröffnungen dabei sein.

Beim Yoga geht es um Achtsamkeit. Und darum über das im-hier-und-jetzt-sein glücklicher und zufriedener zu werden, bei sich anzukommen und konzentrierter zu werden. Mich persönlich beschäftigt derzeit das Thema Achtsamkeit beim Essen. Vorgestern habe ich Susanne Fröhlich in einer Talkshow gesehen, die mit Yoga 30 kg abgenommen hat. Das Stichwort “Somatische Intelligenz” fiel. Hmm, ich habe bisher mit Yoga nix abgenommen. War jetzt auch nie mein Ziel, aber wäre ja auch mal ein schöner Nebeneffekt. Ich habe seit Jahren fast die gleiche Konfektionsgröße, aber so 3-5 kg weniger wären schön. Aber ich lehne Diäten absolut ab, verbiete mir nichts und versuche mich seit Jahren vollwertig zu ernähren, mit viel Vollkorn und natürlichen Lebensmitteln, hauptsächlich vegetarisch (98% bis auf ein wenig Biohühnchen). Für vegane Ernährung konnte ich mich noch nie erwärmen, ernähre ich mich doch hauptsächlich von Frischkäse und Käsekuchen. Oh ja, Kuchen, da sind wir schon beim Thema & meinem Laster. Kuchen & Süßes…hier setzt meine somatische Intelligenz einfach aus. Und da sind wir bei der Erkenntnis, die hoffentlich der erste Schritt zur Besserung ist. Und als Vegetarier habe ich das Gefühl mich hauptsächlich von Kohlenhydraten ernähren zu müssen um keinen Hunger zu leiden. Wie macht ihr das?

Gestern habe ich einen interessanten Blog gefunden und möchte mich mehr mit dem Thema achtsames Essen auseinandersetzen. Da ich nichts von Neujahrsvorsätzen halte, versuche ich mich auch direkt dran zu machen. “Du bist was du ißt” oder “Du bist wie du ißt”…

Ich werde mal versuchen, das Brot in der Mittagspause nicht herunterzuschlingen während ich nebenbei schaue was meine Freunde auf Facebook oder Twitter so treiben. Das wäre ein Anfang.

Da ich eher zu den langsamen Essern gehöre und viel & gerne genieße, versuche ich jetzt auch noch bewußter mit dem Essen umzugehen und mich eher mit einer Yogastunde als mit Schokolade zu belohnen.

Ein nachdenkenswertes Thema. Welche Essens-Erfahrungen habt ihr mit Yoga & Achtsamkeit?

“Loslassen, immer wieder loslassen”…dieser Spruch hing auf der Toilette des alten Yoga Balance Studios in Marburg und es erfasst Yoga in wenigen aber prägnanten Worten. Und es ist die Schwierigkeit und die Kunst dabei. Jeden Tag aufs neue Loszulassen. In jeder Yogapraxis aufs neue Loszulassen. In jeder Asana – egal wie häufig man sie schon praktiziert hat – aufs neue Achtsam zu werden und…Loszulassen.

Gedanken, Gefühle, den Körper loslassen. “Yoga citta vritti nirodha” – Yoga ist das zur Ruhe kommen der Gedankenströme.

Der Weg ist das Ziel, täglich aufs Neue. Disziplin und Freude an der Sache gehört dazu. Yoga ist nicht immer einfach. Aus alten Mustern ausbrechen, ständig aufs Neue.

Eingen, denen ich erzähle, dass ich Yoga mache, sagen, dass sie es nicht könnten, sich entspannen, sich verknoten und auch noch dabei abschalten. Besonders das “Abschalten”, die Gedankenströme zur Ruhe bringen, ist das Schwierigste auf dem Yogaweg, aber auch das schönste Geschenk, wenn es funktioniert.

Foto: Philippe Jacquet

…ist momentan wichtiger als Onlinezeit, also bin ich, wie man unschwer feststellen kann, wieder so gar nicht zum bloggen gekommen in letzter Zeit.

Und ich versuche täglich und im Idealfall gut eine Stunde Zeit auf der Matte zu verbringen mit Entspannung, Pranayama, Asanas und Meditation und stelle fest, dass es klappt, wenn man seine Prioritäten entsprechend setzt. Natürlich ist es auch hilfreich wenn die Rahmenbedingungen stimmen und man sich für ein Stündchen ungestört zurückziehen kann. Ich merke auch wie gut es mir tut, sao dass ich diese Zeit am Tag gar nicht missen möchte. Klar, ist manches auch Tagesform anhängig, und gerade  deshalb sollte man die Übungen am intensivsten machen, die in diesem Moment nicht ganz so viel Spaß machen. Aber auch hier macht es die Mischung, was man auf alle Lebensbereiche auch übertragen kann. Ich bin auch immer wieder verblüfft wie ganzheitlich Yoga wirkt und das Leben (und natürlich auch die Gesundheit) positiv beeinflusst.

Mein normaler Job ist an sich das ganze Jahr über stressig, aber im Sommer, wenn Hochsaison und Urlaubssperre ist, nochmals ganz besonders, so dass ich teilweise Nachts unruhig aufwache und über die Arbeit grüble. Daher habe ich mich eines Montag morgens spontan dazu entschlossen ein klein bisschen früher aufzustehen und  morgens ca. 10 min. zu meditieren. Klappt auch vom Zeitmanagement ganz gut, aber ich muss mich manchmal wirklich dazu zwingen und jeder kennt es: das Gedankenkarussell dreht sich weiter. Meine Yogapraxis hat mir bisher schon enorm geholfen etwas gelassener zu werden, aber ich sehe es auch als lebenslangen Prozess. Und man lernt auch nie aus. Mein Oberziel definiere ich bisher eigentlich gar nicht über Erleuchtung, mir reicht schon mehr Loslassen und Gelassenheit in einigen Dingen, ich weiß wie schwierig es ist und genauso versuche ich es auch meinen Schülern zu vermitteln.

Auf meinen Dienstag abend Yogakurs im Fitnessstudio freue ich mich immer ganz besonders und ich habe die letzten Male auch viel positives Feedback von meinen Teilnehmern bekommen, was mich sehr freut und mir zeigt, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Aber auch ich muss noch viel Lernen, aber ich freue mich auch immer das neu gelernte direkt weiterzugeben.

Mein letztes Yogalehrerausbildungswochenende Anfang Mai war sehr intensiv und hat mich zu vielem Nachdenken angeregt. Auch deshalb war es hier im Blog etwas stiller. Das Thema Spiritualität wird zentraler, wie man es auch definieren mag. Da ich sehr freigeistig bin und Dogmatismus jeglicher Art ablehne versuche ich viele Dinge auch zu hinterfragen und sie für mich einzuordnen. (Selbst-)Reflektion spielt (nicht nur ) im Yoga eine wichtige Rolle und sie wird durch die Beschäftigung mit dem Yogaweg geschult, was ich sehr wichtig finde.

Ich geniesse jetzt noch etwas freie Zeit in der Sonne und freue mich schon auf die Stunde auf der Matte später & wünsche euch ein angenehmen langes Wochenende.

 

 

Yogalinus ist wieder am bloggen…Nein, ich habe Yoga nicht aufgegeben, ich hatte nur die letzten Wochen ziemlich viel um die Ohren, war jedes Wochenende mit etwas anderem beschäftigt und auch sonst eher mit Praxis auf der Matte oder im Fitnessstudio. Nun folgt ein kleines Update.

Im März ging meine Yogalehrerausbildung in die nächste Runde, wieder mit einem tollen Wochenende mit meinen lieben Mitschülern, den Lehrern Ulrike & Werner und schönem Sonnenschein, der in der Mittagspausen Lust aufs Frühjahr gemacht hat. Thematisch ging es um die Themen Yoga & Stress und weiter in der Yogaphilosohie. Allein darüber könnte ich (bei mehr Zeit) noch unzählige Beiträge dazu verfassen. Aber eins nach dem anderen.

Die Yogakurse Dienstag abends im Fitnessstudio laufen gut, mal mit mehr,mal mit weniger Teilnehmern, aber es ist ein offener Fitnessstudiokurs, da ist Fluktuation normal. Ich denke, dass es ganz gut angenommen wird & ich versuche jede Stunde ordentlich vorzubereiten (woraus ich ja auch ziemlich viel lerne) um den Teilnehmern Dynamik & Entspannung zu bieten. Habe auch schon gutes Feedback bekommen, sowohl was die Gestaltung als auch die Entspannung angeht, was mich sehr freut, aber ich denke, ich bin noch am Anfang und muss echt noch extrem viel Lernen (und bei vielen Sachen denke ich hinterher was ich noch hätte alles sagen oder machen können…).

Auch mit meiner Praxis zu Hause war ich fleißig, ich bereite an 1-2 Tagen die Stunde fürs Fitnessstudio vor, an den anderen Tagen übe ich was mir gerade in den Sinn kommt. Aber häufig habe ich dann doch die Unterrichtsgestaltung im Hinterkopf, was ich eigentlich auch mal bei meiner eigenen Praxis ausblenden sollte. Das Ziel tägliche Yogapraxis ist doch schneller in mein Leben gerückt als ich noch vor einiger Zeit gedacht habe, aber es hat auch einen gewissen Suchtfaktor. Und es macht mich schon in vielen Dingen viel gelassener, besonders was meinen Job betrifft. 1-2 yogafreie Tage sind dann doch meist unumgänglich, wenn man auch noch was anderes machen will, Ziel ist, dann trotzdem noch ein Viertelstündchen Yoga zu machen, aber man muss auch noch Ziele im Leben haben 🙂

Zu meinem Geburtstag im März habe ich ganz viele tolle Yogabücher & ein Yogitowel geschenkt bekommen, worüber ich mich riesig gefreut habe. Habe noch nicht alles gelesen, aber bisher gefällt mir das Flow Yoga Buch von Beate Cuson extrem gut.

Heute war ich zu einem tollen Workshop, dazu gibt es einen gesonderten Bericht.
Anfang Mai geht die Yogalehrerausbildung weiter, die nachdem sich die Spitzenverbände der Krankenkassen getroffen hatten, auf 500 Stunden erhöht wurde, damit die Ausbildung dann auch anerkannt werden kann. Die 100 Stunden mehr sind eher eine freiwillige Sache, aber wir sind alle so begeistert von der Ausbildung & wissbegierig, dass alle gern die Extrastunden mitmachen wollen.

Habe mit Interesse den Artikel Welcher Yogastil steht mir gelesen. Momentan häufe ich immer mehr (theoretisches) Wissen über Yoga an und je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt um so mehr liest man über die unterschiedlichen Yogastile.

Was für ein Yoga ist denn überhaupt mein Yoga? Also ich mache Yoga. Hatha Yoga um genau zu sein. Aber soviel ich gelesen habe, fallen fast alle “westlichen” Yogastile unter Hatha. Sehr ansprechend finde ich auch Power Yoga,herausforderne Asanas, die zum Verknoten auffordern und ein ordentliches Training sind. Aber auch nicht immer. Die Yogalehrerin im VHS-Kurs, den ich kürzlich besucht habe, lehrte in diesem Kurs Sivananda Yoga. Dadurch, dass relativ wenige Asanas “durchexerziert” wurden fand ich es fast schon ein bisschen langweilig, aber es hat mich eine Menge über die einzelnen Asanas gelehrt, so dass ich rückblickend diesen Kurs nicht missen wollte. Mein Lehrer Werner vermittelt das Beste aus verschiedenen Traditionen. Diesen Ansatz finde ich persönlich am spannendsten, denn ich liebe die Abwechslung. Daher sauge ich momentan alles Mögliche über die verschiedenen Yogastile wie ein Schwamm auf und würde am liebsten alles einmal ausprobieren. Während der Yogalehrerausbildung wird es auch einen Themenblock Einführung in bekannte Yogastile geben, wie z.B. Iyengar, Sivananda, Kundalini, Ashtanga, Jivamukti, Vinyasa Flow Yoga etc.

Ich habe mir jetzt für meine Homepractice Ashtanga Yoga Spickzettel ausgedruckt und möchte dies als nächstes ausprobieren.

Ansonsten übe ich zu Hause Asanas, die mir gerade in den Sinn kommen, und nach denen mir gerade ist. Mal ruhig und eher restorativ oder auch dynamisch. Dabei mag ich die Abwechslung, finde auch Wiederholungen wichtig, denke aber, dass man nicht jede Stunde die gleichen Asanas praktizieren sollte. Schubladendenken ist nicht meins, und so möchte ich auch mein Yoga gestalten.

Mangels Angebot von verschiedenen Yogaschulen oder Stilrichtungen vor Ort versuche ich mich dem teilweise im Selbststudium zu nähern, freue mich aber auch über die unterschiedlichen Lehrer, die ich hatte, habe oder noch haben werden, denn von jedem kommt ein anderer Impuls, was mich in meinem (nicht endenden) Lernen weiterbringt.

…macht mich glücklich

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