Am frühen Nachmittag ist doch heute tatsächlich die Sonne herausgekommen! Das musste ich direkt ausnutzen & die Matte auf dem neuen großen Holzdeck unter dem Sonnenschirm ausrollen. Heute morgen habe ich mir eine schöne neue Yogaplaylist zusammengestellt, also das Macbook mit raus & Musik angeworfen. Großartig! Die Yogastunde mit schönen Flows für nächsten Dienstag zu guter Musik geübt. Fühlt sich an wie Urlaub. Ich hoffe, das Wetter wird jetzt sommerlicher, damit ich etwas Urlaubsfeeling am Feierabend & Wochenende bekomme.
Spiritualität ist ein sehr persönliches Thema, das man definitiv nicht pauschalisieren kann, viele Faktoren im eigenen Leben, der eigenen Erfahrung und auch Religiösität spielen eine Rolle.
Yoga ist keine Religion, aber eine Philosophie. Religion bedeutet “an etwas zu glauben”, Philosophie “über etwas nachzudenken”.
Aber was ist dann Spiritulität?
“Spiritualität (von lat. spiritus ,Geist, Hauch‘ bzw. spiro ,ich atme‘ – wie altgr. ψύχω bzw. ψυχή, siehe Psyche) bedeutet im weitesten Sinne Geistigkeit und kann eine auf Geistiges aller Art oder im engeren Sinn auf Geistliches in spezifisch religiösem Sinn ausgerichtete Haltung meinen. Spiritualität im spezifisch religiösen Sinn steht dann auch immer für die Vorstellung einer geistigen Verbindung zum Transzendenten, dem Jenseits oder der Unendlichkeit.” (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Spiritualit%C3%A4t )
Spiritualität spielt im Yoga definitiv eine Rolle, und das unterscheidet Yoga vom Sport.
Sehr persönlicher Natur ist dann ob man eher Spiritualität und Philosophie oder Spiritualität und Religiösität synonym setzt (wobei sich dieses auch überschneiden kann und nicht ausschliessen muss).
An anderen Stellen habe ich schon beschrieben, dass ich eher von der “sportlichen” Seite her auf Yoga gekommen bin. Jetzt durch die Yogalehrerausbildung wird die philosophische und auch spirituelle Seite immer wichtiger.
Bis vor kurzem habe ich versucht meine eigene Spiritualität und meinen Glauben vom Yoga zu trennen, da ich persönlich keine Freund des Eklektizismus bin & auch vielen esoterischen Strömungen extrem skeptisch gegenüberstehe. Dann zucke ich auch zurück, wenn “Chakren gechannelt” und “Heilung durch Engel” versprochen wird.
Yoga und auch Asatru leben durch eigene Erfahrungen. Wichtig ist mir, dass es keine Dogmen und keine Missionierung gibt. Ich bin in dieser Beziehung sehr freigeistig, aber auch akademisch.
Genau das versuche ich auch als angehende Yogalehrerin zu vermitteln: Alles kann, nichts muss.
Ich versuche mich auf wissenschaftlicher Seite der Theorie & Philosophie zu nähern, und auf persönlicher und spiritueller Ebene meine eigenen Erfahrungen zu machen, die aber für andere Menschen keine Allgemeingültigkeit besitzen.
Wichtig ist es als Person/Yogalehrer authentisch zu bleiben und in gewissem Maße ist man auch ein “Dienstleister”. Die meisten Yogaschüler kommen nicht wegen der spirituellen Seite zum Yoga, sondern wegen Rückenschmerzen, Stress oder weil Yoga gerade “hip” ist. Ich gebe eine Anleitung den Körper fitter zu machen, Stress zu reduzieren und biete Entspannung. Yoga wirkt ganzheitlich & wer dabei bleibt wird vielleicht auch für philosophische & spirituelle Themen sensibler. Dabei gebe ich die Richtung nicht vor, sondern jeder Einzelne muss seine eigenen Erfahrungen machen. Ich kann nur die “Werkzeuge” dazu bieten.
Auch ich mache selbst noch eigene Annäherungsversuche und Erfahrungen mit Mantren, Gesang und Mudras und der Yogaphilosphie (Patanjali). Das was mir gefällt & gut tut übernehme ich in meinen Unterricht. Dabei kommt es aber auch auf den äusseren Rahmen an. Ein Yogakurs im Fitnessstudio hat einen anderen Rahmen als eine Fortgeschrittengruppe im Yogastudio. Da ich einen offenen Kurs im Fitnessstudio unterrichte, spielen Elemente eine Rolle, manchmal kommt es auch darauf an, wer gerade da ist. Ich setzte Mudras ein und singe auch “OM” zum Abschluss jeder Klasse. Chakren & Philosophische Texte spielen derzeit in meinem Unterricht (noch) keine Rolle, das kann sich natürlich (mit meiner eigenen Erfahrung) auch noch ändern, hängt aber auch vom o.g. Rahmen ab. Derzeit bin ich dabei immer mehr Affirmationen zu lernen & in meinen Unterricht einzubauen, was auch sehr gut ankommt. Dies unterscheidet Yoga auch vom Sport.
Wichtig ist mir auch Transparenz und Wissen, ich erzähle den Teilnehmern gern wofür eine bestimmte Übung gut ist oder was etwas bestimmtes bedeutet (z.B. OM).
In der historischen Entwicklung haben sich der als Hauptrichtungen der “religöse Yoga” (Bhagavad Gita), der “klassisch-philosophische Yoga” (Patanjali) und der “Hatha Yoga” herausgebildet. Fliessende Übergänge und Überschneidungen machen Yoga aus. Wir sprechen hier über Hatha Yoga und seine Richtungen.
Ob es Yogastile gibt die mehr oder weniger Spirituell sind kann man auch nicht pauschal beantworten. Vieles hängt vom Lehrer ab, von seinem Wissen, seinen Erfahrungen und Überzeugungen. Ich habe schon unterschiedlichste Yogalehrer erlebt und möchte diese Erfahrungen nicht missen, da man unterschiedlichste Facetten im Yoga kennenlernt und ich hab von jedem etwas für mich mitgenommen, was mich in meiner Persönlichkeit weiterbringt und ich auch an meine Schüler weitergeben kann.
Mein Fazit: Es geht um persönliche Erfahrung, die jeder selber machen muss, wichtig ist, in Balance zu kommen & zu bleiben und immer sich selber treu und authentisch zu bleiben. Yoga ist dabei ein lebenslanger Weg und meiner Meinung nach lernt man nie aus. Einige Dinge muss man geschehen lassen, man darf nichts erzwingen, Loslassen hilft am Besten.
Yoga muss nicht spirituell sein, aber es kann, wann man es zulässt und sich darauf einlässt. Yoga “funktioniert” auch ohne den “spirituellen Überbau”, aber es macht einen mit der Zeit & Praxis feinfühliger für alle Bereiche. Yoga ist ein ganzheitliches Konzept, es geht um Einung, daher sollte man Geist & Seele nicht abgetrennt vom Körper betrachten.
Sei neugierig & offen! Lerne durch Yoga Achtsamkeit & Bewusstheit, höre in dich hinein, dann wird sich alles finden!
Nun hat es mich nach über einem Jahr doch wieder einmal erwischt: Ein grippaler Infekt. Im Sommer & bei dem aktuellen wechselhaften Wetter dauert dies dann doch länger als im Winter. Neben Neti-Spülungen, Inhalieren & zumeist pflanzlichen Medikamenten habe ich folgendes bei Yoga Vidya gefunden:
http://www.yoga-vidya.de/fileadmin/yv/Yogatherapie/Reihen_PDFs/Yoga_Bei_Erkaeltung.pdf
Allerdings muss man bei Sinusitis schon ein bisschen aufpassen und der herabschauende Hund ist dann eher kontraindikativ.
Bei Erkältung (oder Krankheit allgemein) sollte man sich meiner Meinung nach nicht überfordern oder Übungen machen, nach denen einem nicht ist. Auch ich habe ein paar Tage Pause eingelegt und am 4. Erkältungstag dann o.g. Programm geübt. Danach fühlte ich mich topfit, aber Abends fühlte es sich so an wie die Erstverschlimmerung in der Homöopathie. Allerdings habe ich mir arbeitstechnisch kaum eine Pause gegönnt und bin trotz besseren Wissens ins Büro. Da ich mich nach 6 Tagen immer noch ziemlich mies fühlte, habe ich mich dann doch 2 Tage krank schreiben lassen. Ruhe & Erholung sind dann doch die beste Medizin, wichtig ist, dass man auf seinen Körper hört, auch wenn das schwer fällt und im Büro so viele Dinge auf dem Schreibtisch liegen, die noch erledigt werden müssen.
Einen Gang zurückschalten dürfte vielen am Schwersten fallen, aber genau das ist so wichtig um körperlich, seelisch & geistig in Balance zu bleiben. Yoga hilft ungemein, die Signale des Körpers früher zu erkennen und auch eher gesund zu bleiben. Wenn uns dann doch ein Infekt erwischt, hilt nur abwarten & Tee trinken.
Wünsche allen, die eine Sommererkältung erwischt haben gute Besserung & allen anderen, dass sie gesund bleiben!
Vor 2 Wochen fand der 6. Ausbildungsblock meiner inzwischen 500 UE umfassenden Yogalehrerausbildung statt. Das lange Ausbildungswochenende begann schon am Donnerststag, allerdings hatte ich durch die Hochsaison auf der Arbeit so viel im Büro um die Ohren, dass ich Donnerstag & Freitag erst noch früh morgens ins Büro gefahren bin um dann die Ausbildung ab mittags mitzumachen. Dies war auch wegen der Fahrerei ein bisschen stressig, aber die Yogatage haben sich wieder gut gelohnt.
Am Donnerstag hat Christiane den Ausbildungstag gestaltet und wir haben sehr viele gesungen, teils zu Christianes Gitarrenbegleitung. Das war eine ganz neue Erfahrung und wirklich schön. Und damit wir die Melodien der Mantren behalten, hat Christiane es mit dem iPhone aufgenommen. Es folgten noch interessante Partnerübungen, die teilweise summend ausgeführt wurden:
1. Übung: die Partner sitzen Rücken an Rücken, die Beine in Schmetterlingsposition (Baddha Konasana). Beide schliessen die Augen und summen beim Ausatmen. Variation: Beide drehen sich im Rumpf nach rechts und die rechte Hand wird jeweils auf den Oberschenkel/Knie des anderen gelegt, es wird beim ausatmen wieder gesummt, mit linker Seite wiederholen.
2. Übung: Einer liegt in Balasana, die 2. Person kniet sich dahinter und legt die Hände auf den unteren Rücken. Dann fängt der Partner, der die Hände auflegt, an zu summen und kann Wärme und Kraft an den Partner senden. Anschliessend summt auch die Person, die in Balasana liegt mit.
3. Übung: Ein Partner liegt in Bauchlage, Beine sind geschlossen, Fußrücken auf dem Boden, Arme sind weit nach vorn ausgestreckt (ggf. kleines Kissen unter die Stirn legen). Der Partner steht vor dem Kopf und der Liegende greift die Fussfesseln des stehenden Partners. Der stehende Partner geht langsam in die Hundposition, indem er mit den Händen neben der Wirbelsäule gleichzeitig massierend in Richtung unteren Rücken läuft. Die Hände werden am unteren Rücken/Kreuzbeinbereich abgesetzt, das Körpergewicht kann abgegeben werden. Beide Partner können die Übung noch verstärken indem sie summen.
Diese Partnerasanas waren äusserst interessant und sehr nah & heilsam und eignen sich für Gruppen, bzw. Partner, die sich gut kennen.
Als letzte Übung haben wir dann im Kreis stehend und uns an den Händen haltend die Chakren getönt (U-Å-O-A-E-EI-I). Ich fand, dies war eine ziemlich interessante Erfahrung und bei mir hat es so einiges geeint womit ich in letzter Zeit gekämpft habe.
Die nächsten 3 Ausbildungstage waren dann bei Werner, es standen Lehrproben an, in denen wir unsere “Hausaufgaben” umsetzten und Asanas anleiteten und dann ausführlich besprachen. “Wir kritisieren inzwischen auf sehr hohem Niveau” merkte Sarah dann irgendwann an.
Morgens haben wir auch noch dynamische Yogastunden in Richtung Jivamukti unter Werners Anleitung gemacht, die mir besonders viel Spaß gemacht haben & einigen der Mitschüler die Abneigung vor dem in den Liegestütz Springen genommen haben.
In der Theorie haben wir im Schnelldurchlauf den Stoff der vorangegangenen Ausbildungswochenenden wiederholt und damit vertieft, bzw. jetzt auch schon aus einem anderen Blickwinkel sehen können. Es ging um die geschichtliche Entwicklung, die 3 Richtungen (klassisch-philosophischer Yoga (Patanjali), religiöser Yoga (Bhaghavad Gita) und Hatha Yoga.
Des weiteren haben wir etwas Anatomie wiederholt (Muskeln, Sehnen& Bänder), sowie die Atmung.
Nachmittags haben wir dann an 2 Tagen die wunderbare Dokumentation “Yoga unveiled” gesehen, die nochmals alles hervorragend zusammenfasste und visualisierte und uns den großen Yogameistern näher brachte.
Alles in Allem wieder ein wunderbares Wochenende mit viel Input. Auf den Weg haben wir “Zwischenprüfungsfragen” mitbekommen, die wir als Hausaufgaben bis Anfang September durcharbeiten sollen. Ich plane, die eine oder andere der 25 Fragen in Blogbeiträgen zu thematisieren.
…ist momentan wichtiger als Onlinezeit, also bin ich, wie man unschwer feststellen kann, wieder so gar nicht zum bloggen gekommen in letzter Zeit.
Und ich versuche täglich und im Idealfall gut eine Stunde Zeit auf der Matte zu verbringen mit Entspannung, Pranayama, Asanas und Meditation und stelle fest, dass es klappt, wenn man seine Prioritäten entsprechend setzt. Natürlich ist es auch hilfreich wenn die Rahmenbedingungen stimmen und man sich für ein Stündchen ungestört zurückziehen kann. Ich merke auch wie gut es mir tut, sao dass ich diese Zeit am Tag gar nicht missen möchte. Klar, ist manches auch Tagesform anhängig, und gerade deshalb sollte man die Übungen am intensivsten machen, die in diesem Moment nicht ganz so viel Spaß machen. Aber auch hier macht es die Mischung, was man auf alle Lebensbereiche auch übertragen kann. Ich bin auch immer wieder verblüfft wie ganzheitlich Yoga wirkt und das Leben (und natürlich auch die Gesundheit) positiv beeinflusst.
Mein normaler Job ist an sich das ganze Jahr über stressig, aber im Sommer, wenn Hochsaison und Urlaubssperre ist, nochmals ganz besonders, so dass ich teilweise Nachts unruhig aufwache und über die Arbeit grüble. Daher habe ich mich eines Montag morgens spontan dazu entschlossen ein klein bisschen früher aufzustehen und morgens ca. 10 min. zu meditieren. Klappt auch vom Zeitmanagement ganz gut, aber ich muss mich manchmal wirklich dazu zwingen und jeder kennt es: das Gedankenkarussell dreht sich weiter. Meine Yogapraxis hat mir bisher schon enorm geholfen etwas gelassener zu werden, aber ich sehe es auch als lebenslangen Prozess. Und man lernt auch nie aus. Mein Oberziel definiere ich bisher eigentlich gar nicht über Erleuchtung, mir reicht schon mehr Loslassen und Gelassenheit in einigen Dingen, ich weiß wie schwierig es ist und genauso versuche ich es auch meinen Schülern zu vermitteln.
Auf meinen Dienstag abend Yogakurs im Fitnessstudio freue ich mich immer ganz besonders und ich habe die letzten Male auch viel positives Feedback von meinen Teilnehmern bekommen, was mich sehr freut und mir zeigt, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Aber auch ich muss noch viel Lernen, aber ich freue mich auch immer das neu gelernte direkt weiterzugeben.
Mein letztes Yogalehrerausbildungswochenende Anfang Mai war sehr intensiv und hat mich zu vielem Nachdenken angeregt. Auch deshalb war es hier im Blog etwas stiller. Das Thema Spiritualität wird zentraler, wie man es auch definieren mag. Da ich sehr freigeistig bin und Dogmatismus jeglicher Art ablehne versuche ich viele Dinge auch zu hinterfragen und sie für mich einzuordnen. (Selbst-)Reflektion spielt (nicht nur ) im Yoga eine wichtige Rolle und sie wird durch die Beschäftigung mit dem Yogaweg geschult, was ich sehr wichtig finde.
Ich geniesse jetzt noch etwas freie Zeit in der Sonne und freue mich schon auf die Stunde auf der Matte später & wünsche euch ein angenehmen langes Wochenende.
Zur Zeit komme ich, wie so häufig, wieder zu wenig zum Bloggen, dafür versuche ich in meiner kostbaren Freizeit so viel wie möglich Zeit auf der Matte zu verbringen, sowie meine Dienstags-Yogastunden vorzubereiten. So ganz nebenbei läuft dann noch die Haussanierung und ich habe in letzter Zeit einige Stunden auf dem Dachboden verbracht und Steinwollepakete in Dachsparren gepresst (und bin noch lange nicht fertig). Dies ist aber auch eine anspruchsvolle sportliche Tätigkeit und ich habe einen ordentlichen Muskelkater in den Schultern und im Rücken davongetragen.
Fast tägliche Yogapraxis gehört für mich inzwischen schon zum Tagesablauf dazu. Meist bin ich abends auf der Matte oder am Wochenende nachmittags. Und die Praxis trägt auch Früchte: Letzte Woche habe ich meinen Kopfstand völlig ohne Hilfe (oder Wand) im freien Raum (auf der Wiese) geschafft und auch die Krähe fliegt jedesmal ein Sekündchen länger.

Das Fazit ist wirklich: Üben, üben und nochmals üben. Vor allen Dingen ganzheitlich Muskeln aufbauen und langsam, aber beharrlich die Herausforderung angehen. Wichtig ist aber auch das Loslassen und sich nicht zu sehr auf sein Ziel zu versteifen, sondern auch mal locker angehen oder über sich Lachen, wenn man auf die Nase fällt.
Über die Osterfeiertage + 2 Tage Urlaub habe ich jeden Tag je eine Stunde auf der Matte verbracht mit Pranayamas, Asanas und Entspannung. Und stelle jedes Mal wieder fest wie gut es tut.
In den Osterferien waren meine Kurse im Fitnessstudio nicht ganz so gut besucht, aber die Feststellung mit den Ferien im ländlichen Raum hatte ich schon gemacht. Nächste Woche wird es dann bestimmt wieder voller. Dafür hatten die wenigen Yogaschüler natürlich einen Premiumkurs.
Für zu Hause habe ich mir bei der 15% Rabattaktion bei Yogamatters eine neue Yogamatte gegönnt, und zwar eine Manduka EKO. Sie ist recht schwer und dick im Vergleich zu meinen anderen Matten, aber sehr rutschfest und ich freue mich schon auf die nächste Yogaeinheit auf der Neuen
.
Übernächste Woche geht meine Ausbildung weiter und ich freue mich wieder auf ein diesmal längeres & sehr intensives Wochenende.
Habe heute in Kassel meinen Flow gesucht & gefreit und sitze jetzt mit ziemlich müden Muskeln auf dem Sofa und muss die Gelegenheit direkt am Schopfe ergreifen und endlich wieder ein wenig mehr bloggen.
Heute morgen ging es dann früh raus aus den Federn und nach Kassel ins Mokshayoga, wo Alexandra Harfield, die auch im Balance Yoga in Frankfurt unterrichtet, einen Workshop mit dem Titel “Free your Flow” gab. Nach kleineren technischen Schwierigkeiten, die dem ganzen aber keinen Abbruch taten, erzählte Alex in liebenswürdigem “Denglish” was es mit den den Yin und Yang Flows auf sich hat. Nach der kurzen Einführung ging es dann mit dem dynamischen, kraftvollen und anstrengenden Yang Flow für 2,5 Std. auf die Matte. Der Flow mit vielen Sonnengrüßen, unterstützt durchtolle Musikauswahl hatte es in sich und größte Konzentration lag auf der Ujjayi-Atmung. Die 2,5 Stunden waren wie im (P)Flug vorbei und zum Schluss spürte man auch die dynamischen Yogaflows in allen Knochen & Muskeln. Nach der Mittagspause wurde es dann ruhiger und sehr viel langsamer, dafür um ein vielfaches intensiver. Einige der Asanas wiederholten sich von der Vormittagsstunde, gewannen aber durch die lange und intensive Ausübung eine ganz andere Qualität. Und die “ruhigere & sanftere” Yin-Nachmittagsstunde war durchaus ziemlich anstrengend und fordernd. Vormittags wurden viele Rückbeugen, nachmittags mehr Vorbeugen geübt. Mehrere Minuten in der Taube sind nicht ohne!
Fazit: Mir hat der Workshop wieder eine große Bereicherung gebracht & Alex hat einen tollen Unterrichtsstil mit präzisen Ansagen der Asanas & besonders der Atmung. Die Unterrichtssprache ist englisch, was aber gar kein Problem ist, sondern für mich eine neue, aber sehr gute Erfahrung, da man auf englisch einige Sachen doch ganz anders ausdrückt als auf deutsch, was aber sehr gut zum Yoga passt. Ich freue mich immer von verschiedenen Lehrern zu lernen und besonders bei Workshops ist die Praxis viel intensiver als in einer normalen Yogastunde.
Yogalinus ist wieder am bloggen…Nein, ich habe Yoga nicht aufgegeben, ich hatte nur die letzten Wochen ziemlich viel um die Ohren, war jedes Wochenende mit etwas anderem beschäftigt und auch sonst eher mit Praxis auf der Matte oder im Fitnessstudio. Nun folgt ein kleines Update.
Im März ging meine Yogalehrerausbildung in die nächste Runde, wieder mit einem tollen Wochenende mit meinen lieben Mitschülern, den Lehrern Ulrike & Werner und schönem Sonnenschein, der in der Mittagspausen Lust aufs Frühjahr gemacht hat. Thematisch ging es um die Themen Yoga & Stress und weiter in der Yogaphilosohie. Allein darüber könnte ich (bei mehr Zeit) noch unzählige Beiträge dazu verfassen. Aber eins nach dem anderen.
Die Yogakurse Dienstag abends im Fitnessstudio laufen gut, mal mit mehr,mal mit weniger Teilnehmern, aber es ist ein offener Fitnessstudiokurs, da ist Fluktuation normal. Ich denke, dass es ganz gut angenommen wird & ich versuche jede Stunde ordentlich vorzubereiten (woraus ich ja auch ziemlich viel lerne) um den Teilnehmern Dynamik & Entspannung zu bieten. Habe auch schon gutes Feedback bekommen, sowohl was die Gestaltung als auch die Entspannung angeht, was mich sehr freut, aber ich denke, ich bin noch am Anfang und muss echt noch extrem viel Lernen (und bei vielen Sachen denke ich hinterher was ich noch hätte alles sagen oder machen können…).
Auch mit meiner Praxis zu Hause war ich fleißig, ich bereite an 1-2 Tagen die Stunde fürs Fitnessstudio vor, an den anderen Tagen übe ich was mir gerade in den Sinn kommt. Aber häufig habe ich dann doch die Unterrichtsgestaltung im Hinterkopf, was ich eigentlich auch mal bei meiner eigenen Praxis ausblenden sollte. Das Ziel tägliche Yogapraxis ist doch schneller in mein Leben gerückt als ich noch vor einiger Zeit gedacht habe, aber es hat auch einen gewissen Suchtfaktor. Und es macht mich schon in vielen Dingen viel gelassener, besonders was meinen Job betrifft. 1-2 yogafreie Tage sind dann doch meist unumgänglich, wenn man auch noch was anderes machen will, Ziel ist, dann trotzdem noch ein Viertelstündchen Yoga zu machen, aber man muss auch noch Ziele im Leben haben
Zu meinem Geburtstag im März habe ich ganz viele tolle Yogabücher & ein Yogitowel geschenkt bekommen, worüber ich mich riesig gefreut habe. Habe noch nicht alles gelesen, aber bisher gefällt mir das Flow Yoga Buch von Beate Cuson extrem gut.
Heute war ich zu einem tollen Workshop, dazu gibt es einen gesonderten Bericht.
Anfang Mai geht die Yogalehrerausbildung weiter, die nachdem sich die Spitzenverbände der Krankenkassen getroffen hatten, auf 500 Stunden erhöht wurde, damit die Ausbildung dann auch anerkannt werden kann. Die 100 Stunden mehr sind eher eine freiwillige Sache, aber wir sind alle so begeistert von der Ausbildung & wissbegierig, dass alle gern die Extrastunden mitmachen wollen.
Wie ich an anderer Stelle bereits schrieb, kam ich über das Training im Fitnessstudio zum Yoga. Fitnesstraining – insbesondere im Kursbereich (alles von klassischem Aerobic, Step, Tae Bo, Workout, Pump) mache ich schon recht lange und bis auf einen ca. 2jährigen Abstecher ins Wing Chun Kung Fu sehr regelmässig. Gerätetraining hab ich mal kurzzeitig ausprobiert, ist mir aber zu langweilig, da mag ich lieber Kurse. Seit meiner Herzmuskelentzündung vor 2 Jahren mache ich auf Anraten des Kardiologen auch möglichst viel Ausdauersport, was bis zum Kauf & der Sanierung meines Eigenheims auch recht gut geklappt hat. Mit der Sanierung sind wir immer noch noch nicht durch & insbesondere im letzten Jahr kam sehr viel mehr Yoga dazu, so dass die Zeit für mein Training im Fitnessstudio immer knapper wurde.
Einer meiner Vorsätze für dieses Jahr ist wieder mehr Cardiotraining (hauptsächlich Crosstrainer & Fahrradfahren), was diese Woche auch wirklich gut geklappt hat…aber dafür hatte ich dann weniger Zeit für Yoga und zum Bloggen, aber es tut gut. Ich gehe auch gern erst trainieren & mache dann noch Yoga zu Hause, nach dem normalen Training dann eher ruhigere Sequenzen. Wenn ich nicht so viel Zeit fürs Fitnessstudio habe, dann ist mein Yoga zu Hause auch etwas dynamischer.
Ich finde, dass besonders sich besonders Pump (Langhantel-Ausdauertraining) gut mit Yoga ergänzt, da Kraft und Ausdauer aufgebaut werden. Und Yoga ist dann doch kein Sport, sondern die ausgleichende Kraft in meinem Leben, die dann ganzheitlich Körper & Geist in Einklang bringt.
Wie haltet ihr es mit Yoga & anderem Sport? Gibt es Sportarten, die für euch eine gute Ergänzung sind?
Um den Yogakurs im Fitnessstudio ein bisschen zu promoten und Einsteigern eine Möglichkeit zu bieten ausserhalb des Kurses ins Yoga hineinzuschnuppern, habe ich zusammen mit dem Charisma Fitnessstudio in Frankenberg/Eder einen 2std. Yogaworkshop vorbereitet und letzten Samstag, den 12.02.11 15-17Uhr, erfolgreich durchgeführt.
Betitelt mit “Yoga for Power” war der Titel auch Programm, denn mein Stil (der an sich innerhalb des Hatha Yoga keiner festen Stilrichtung untergeordnet ist) geht etwas mehr in Richtung Power Yoga und Vinyasa Flows.
Mit 13 Teinehmern - für das eher ländliche Waldeck-Frankenberg ein recht guter Schnitt – war der Kursraum auch gut gefüllt.
Zum Willkommendrink (Mango-, Himbeerlassi und Mangosaft) gab es nach einer kleinen Vorstellungsrunde einen kleinen theoretischen Teil, was Yoga überhaupt ist, wofür es gut ist, versuchte ich den Teilnehmern ein paar Grundlagen und Grundbegriffe näher zu bringen: was ist Namaste? Was hat es mit dem ominösen OM auf sich? Warum atmet man beim Yoga durch die Nase und warum macht man Yoga barfuß? Übrigens gibt es Antworten auf diese und noch mehr Fragen in Dianas schönem & informativem Yogablog.
Dann ging es mit der Anfangsentspannung und der Stufenatmung als Pranayamaübung praktisch auf die Matte, gefolgt von der Mobilisation und dem langsamen Heranführen an den Sonnengruß, der anschliessend durch die Kriegersequenz variiert wurde. Weitere Asanas auf dem Bauch, im Sitzen und im Stehen folgten, natürlich durfte der Baum nicht fehlen. Nach der Abschlussentspannung und dem dreimaligen intonieren des OM gab es noch ein kleines Get together mit Obstspießen und Gesprächen. Das Feedback der Teilnehmerinnen – 1 Mann war mit dabei, der aber schnell verschwunden war – war recht positiv und ich hoffe einige der Yogaeinsteiger am Dienstag abend im fortlaufenden Kurs wieder zu sehen.
Mir hat das vorbereiten und das unterrichten Spaß gemacht und es hat sich gelohnt ordentlich Kraft – ausdauerndes Üben vor dem Workshop- und Energie – viele Gedanken, die Ausarbeitung des theoretischen Teils & der Yogastunde – sowie die Planung und Organisation, die ich zusammen mit Knut vom Charisma gemacht habe.
Ich habe einen ordentlichen Muskelkater vom vielen Üben und ein leichtes Kratzen im Hals vom vielen Ansagen sprechen davongetragen (habe das Ansagen ja auch 2x vorher im Wohnzimmer geübt) und habe selber einen recht großen Lerneffekt.
Heute habe ich dann die Stunde für Dienstag vorbereitet, die ich dann morgen Abend nach dem Stepaerobic nochmals üben werde. Zum täglichen Üben komme ich jetzt allein schon dadurch, die vielen Yogastunden vorzubereiten und selber auszuprobieren und habe Lerneffekt und Yogastunde für mich selber – bisher ist die Entscheidung für die Yogalehrerausbildung eine der besten meines Lebens und es ist grandios alles Gelernte bereits umsetzen zu können.
