Meine Yogalehrerausbildung geht weiter, über die letzten Ausbildungswochenenden habe ich teilweise aus Zeitmangel nicht gebloggt, nehme mir aber immer mal wieder vor dies noch “aufzuarbeiten”, da ich dadurch gut Lernen kann.
Durch einen Druckfehler dachten ich & ein paar meiner Yogalehrerausbildungskommilitonen, dass das lange Wochenende schon am Donnerstag losgehen soll, so dass wir uns gestern um 10 Uhr gefragt haben wo die anderen bloß bleiben. Nach ein paar Telefonaten fanden wir dann raus, dass es doch erst am Freitag beginnt. Also sind wir noch einen Tee trinken gegangen & haben uns sehr gut unterhalten und uns dann doch über die geschenkte Zeit gefreut. Am Nachmittag habe ich dann nach einem guten Stündchen Yoga im Wohnzimmer und etwas Prokrastination doch noch ein paar meiner Yogahausaufgabenfragen beantwortet, bin aber noch nicht durch. Aber gut Ding will Weile haben.
Ich versuche die Dinge nicht überstürzen zu lassen, sondern gehe davon aus, dass einiges zur richtigen Zeit passieren wird. Nach über einem Jahr Yogalehrerausbildung habe ich schon ganz schön viel gelernt, aber habe gerade in letzter Zeit auch das Gefühl etwas auf der Stelle zu treten und meine Yogaweisheiten und -erkenntnisse doch noch nicht gut genug besonders auf mein eigenes Berufsleben (Hektik & Stress ohne Ende) übertragen zu können. Gedanken übers “Aussteigen” kommen auf, aber für diesen Schritt bin ich noch nicht weit genug. Auf der einen Seite liebe ich diesen Job, also die Tätigkeit an sich und der Kontakt nach Skandinavien (um auch die Sprache nicht zu verlernen), aber auf der anderen Seite stehen ein schwieriger Chef & die sogenannte Jobverdichtung.
Was mich zur Zeit sehr erfüllt ist mein Yogakurs, den ich 1x die Woche gebe. Mir macht die Vorbereitung Spaß, das Teilen des Wissens und die glücklichen & entspannten Augen meiner Teilnehmer, von denen ich auch viel positives Feedback bekomme.
Daher freue ich mich auch auf jedes Ausbildungswochenende, an dem man viel lernt & sich auf einer bestimmten Ebene austauschen kann.
Ich bin sehr dankbar auf diesem Weg zu sein und Grüße in diesem Sinne meine Yogalehrermitschüler und wünsche allen ein schönes Wochenende mit Entspannungsinseln.
“Loslassen, immer wieder loslassen”…dieser Spruch hing auf der Toilette des alten Yoga Balance Studios in Marburg und es erfasst Yoga in wenigen aber prägnanten Worten. Und es ist die Schwierigkeit und die Kunst dabei. Jeden Tag aufs neue Loszulassen. In jeder Yogapraxis aufs neue Loszulassen. In jeder Asana – egal wie häufig man sie schon praktiziert hat – aufs neue Achtsam zu werden und…Loszulassen.
Gedanken, Gefühle, den Körper loslassen. “Yoga citta vritti nirodha” - Yoga ist das zur Ruhe kommen der Gedankenströme.
Der Weg ist das Ziel, täglich aufs Neue. Disziplin und Freude an der Sache gehört dazu. Yoga ist nicht immer einfach. Aus alten Mustern ausbrechen, ständig aufs Neue.
Eingen, denen ich erzähle, dass ich Yoga mache, sagen, dass sie es nicht könnten, sich entspannen, sich verknoten und auch noch dabei abschalten. Besonders das “Abschalten”, die Gedankenströme zur Ruhe bringen, ist das Schwierigste auf dem Yogaweg, aber auch das schönste Geschenk, wenn es funktioniert.
Viele Menschen fangen wegen zu viel Stress mit Yoga an. Ich gehöre zu diesen Menschen. Und Yoga gibt mir unglaublich viel. Daher verbringe ich mehr und mehr Zeit auf der Matte. Deswegen ist es hier etwas ruhiger geworden in den letzten 2 Monaten. Denn mein Hauptjob ist besonders im Sommer ziemlich stressig und dieses Jahr wurde der angekündigte Termin für die Katalogproduktion mal eben spontan um 2 Wochen vorverlegt, was mich besonders Ende September an meine Grenzen gebracht hat. Mitte September hatte ich endlich die erste (!) zusammenhängende Woche Urlaub in diesem Jahr, die natürlich viel zu schnell vorbei ging. Ein Tag Sauna & Wellness war drin für mich, und das sehr empfehlenswerte Aqua Healing.
Der Yogalehrerausbildungblock im September war auch wieder superinteressant & es ging um die Themen Didaktik (wie gehe ich mit bestimmten Situationen im Yogaunterricht und mit Schülern um) und um Yoga & Ernährung. Dieses Ausbildungwochenende fand in den neuen Räumen des Yoga Balance in Marburg statt, die wirklich richtig schön geworden sind & es gibt auch eine neue Homepage.
Zurück im Büro folgten 2 wirklich extreme Woche Katalogproduktion, die ich auch nur mit Hilfe von Yoga & Meditation, sowie der guten Pflege durch meinen großartigen Mann überstanden habe.
Zeitgleich ist das Thema Burnout groß in den Medien und Die Zeit titelt “Nein, wir können nicht mehr!”. Sehr interessante Gedanken zu dem System, der Welt und der Zeit in der wir leben.
Man macht sich schon Gedanken darüber aus diesem System auszusteigen oder zumindest die Work-Life-Balance in den Griff zu bekommen.

Dazu beglückwünsche ich meine Yogalehrerausbildungsmitschülerin Anja, die sich jetzt mit ihrem Haus der Gehzeiten einen Traum erfüllt hat und drücke ganz fest die Daumen, dass alle Angebote & Kurse gut angenommen werden! Und kann ihre Kurse nur wärmstens empfehlen!
Bei mir stehen jetzt im Herbst/Winter einige Workshops an, den Auftakt hat der Vormittagsworkshop von Werner zum Thema Umkehrhaltungen und Vorwärtsbeugen letzten Samstag gemacht und ich ich habe mich in den Skorpion (Vrschkasana) getraut. Der wird jetzt fleißig weitergeübt, wenn es klappt, verbringe ich fast täglich eine Stunde auf der Matte, und es tut sehr gut.
Auch im Büro ist es jetzt ruhiger geworden, und bald steht wieder Urlaub an.
Und am nächsten Samstag geht es zum Workshop nach Kassel, wieder zu Alex Harfield. Freue mich schon!
Am frühen Nachmittag ist doch heute tatsächlich die Sonne herausgekommen! Das musste ich direkt ausnutzen & die Matte auf dem neuen großen Holzdeck unter dem Sonnenschirm ausrollen. Heute morgen habe ich mir eine schöne neue Yogaplaylist zusammengestellt, also das Macbook mit raus & Musik angeworfen. Großartig! Die Yogastunde mit schönen Flows für nächsten Dienstag zu guter Musik geübt. Fühlt sich an wie Urlaub. Ich hoffe, das Wetter wird jetzt sommerlicher, damit ich etwas Urlaubsfeeling am Feierabend & Wochenende bekomme.
Spiritualität ist ein sehr persönliches Thema, das man definitiv nicht pauschalisieren kann, viele Faktoren im eigenen Leben, der eigenen Erfahrung und auch Religiösität spielen eine Rolle.
Yoga ist keine Religion, aber eine Philosophie. Religion bedeutet “an etwas zu glauben”, Philosophie “über etwas nachzudenken”.
Aber was ist dann Spiritulität?
“Spiritualität (von lat. spiritus ,Geist, Hauch‘ bzw. spiro ,ich atme‘ – wie altgr. ψύχω bzw. ψυχή, siehe Psyche) bedeutet im weitesten Sinne Geistigkeit und kann eine auf Geistiges aller Art oder im engeren Sinn auf Geistliches in spezifisch religiösem Sinn ausgerichtete Haltung meinen. Spiritualität im spezifisch religiösen Sinn steht dann auch immer für die Vorstellung einer geistigen Verbindung zum Transzendenten, dem Jenseits oder der Unendlichkeit.” (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Spiritualit%C3%A4t )
Spiritualität spielt im Yoga definitiv eine Rolle, und das unterscheidet Yoga vom Sport.
Sehr persönlicher Natur ist dann ob man eher Spiritualität und Philosophie oder Spiritualität und Religiösität synonym setzt (wobei sich dieses auch überschneiden kann und nicht ausschliessen muss).
An anderen Stellen habe ich schon beschrieben, dass ich eher von der “sportlichen” Seite her auf Yoga gekommen bin. Jetzt durch die Yogalehrerausbildung wird die philosophische und auch spirituelle Seite immer wichtiger.
Bis vor kurzem habe ich versucht meine eigene Spiritualität und meinen Glauben vom Yoga zu trennen, da ich persönlich keine Freund des Eklektizismus bin & auch vielen esoterischen Strömungen extrem skeptisch gegenüberstehe. Dann zucke ich auch zurück, wenn “Chakren gechannelt” und “Heilung durch Engel” versprochen wird.
Yoga und auch Asatru leben durch eigene Erfahrungen. Wichtig ist mir, dass es keine Dogmen und keine Missionierung gibt. Ich bin in dieser Beziehung sehr freigeistig, aber auch akademisch.
Genau das versuche ich auch als angehende Yogalehrerin zu vermitteln: Alles kann, nichts muss.
Ich versuche mich auf wissenschaftlicher Seite der Theorie & Philosophie zu nähern, und auf persönlicher und spiritueller Ebene meine eigenen Erfahrungen zu machen, die aber für andere Menschen keine Allgemeingültigkeit besitzen.
Wichtig ist es als Person/Yogalehrer authentisch zu bleiben und in gewissem Maße ist man auch ein “Dienstleister”. Die meisten Yogaschüler kommen nicht wegen der spirituellen Seite zum Yoga, sondern wegen Rückenschmerzen, Stress oder weil Yoga gerade “hip” ist. Ich gebe eine Anleitung den Körper fitter zu machen, Stress zu reduzieren und biete Entspannung. Yoga wirkt ganzheitlich & wer dabei bleibt wird vielleicht auch für philosophische & spirituelle Themen sensibler. Dabei gebe ich die Richtung nicht vor, sondern jeder Einzelne muss seine eigenen Erfahrungen machen. Ich kann nur die “Werkzeuge” dazu bieten.
Auch ich mache selbst noch eigene Annäherungsversuche und Erfahrungen mit Mantren, Gesang und Mudras und der Yogaphilosphie (Patanjali). Das was mir gefällt & gut tut übernehme ich in meinen Unterricht. Dabei kommt es aber auch auf den äusseren Rahmen an. Ein Yogakurs im Fitnessstudio hat einen anderen Rahmen als eine Fortgeschrittengruppe im Yogastudio. Da ich einen offenen Kurs im Fitnessstudio unterrichte, spielen Elemente eine Rolle, manchmal kommt es auch darauf an, wer gerade da ist. Ich setzte Mudras ein und singe auch “OM” zum Abschluss jeder Klasse. Chakren & Philosophische Texte spielen derzeit in meinem Unterricht (noch) keine Rolle, das kann sich natürlich (mit meiner eigenen Erfahrung) auch noch ändern, hängt aber auch vom o.g. Rahmen ab. Derzeit bin ich dabei immer mehr Affirmationen zu lernen & in meinen Unterricht einzubauen, was auch sehr gut ankommt. Dies unterscheidet Yoga auch vom Sport.
Wichtig ist mir auch Transparenz und Wissen, ich erzähle den Teilnehmern gern wofür eine bestimmte Übung gut ist oder was etwas bestimmtes bedeutet (z.B. OM).
In der historischen Entwicklung haben sich der als Hauptrichtungen der “religöse Yoga” (Bhagavad Gita), der “klassisch-philosophische Yoga” (Patanjali) und der “Hatha Yoga” herausgebildet. Fliessende Übergänge und Überschneidungen machen Yoga aus. Wir sprechen hier über Hatha Yoga und seine Richtungen.
Ob es Yogastile gibt die mehr oder weniger Spirituell sind kann man auch nicht pauschal beantworten. Vieles hängt vom Lehrer ab, von seinem Wissen, seinen Erfahrungen und Überzeugungen. Ich habe schon unterschiedlichste Yogalehrer erlebt und möchte diese Erfahrungen nicht missen, da man unterschiedlichste Facetten im Yoga kennenlernt und ich hab von jedem etwas für mich mitgenommen, was mich in meiner Persönlichkeit weiterbringt und ich auch an meine Schüler weitergeben kann.
Mein Fazit: Es geht um persönliche Erfahrung, die jeder selber machen muss, wichtig ist, in Balance zu kommen & zu bleiben und immer sich selber treu und authentisch zu bleiben. Yoga ist dabei ein lebenslanger Weg und meiner Meinung nach lernt man nie aus. Einige Dinge muss man geschehen lassen, man darf nichts erzwingen, Loslassen hilft am Besten.
Yoga muss nicht spirituell sein, aber es kann, wann man es zulässt und sich darauf einlässt. Yoga “funktioniert” auch ohne den “spirituellen Überbau”, aber es macht einen mit der Zeit & Praxis feinfühliger für alle Bereiche. Yoga ist ein ganzheitliches Konzept, es geht um Einung, daher sollte man Geist & Seele nicht abgetrennt vom Körper betrachten.
Sei neugierig & offen! Lerne durch Yoga Achtsamkeit & Bewusstheit, höre in dich hinein, dann wird sich alles finden!
Nun hat es mich nach über einem Jahr doch wieder einmal erwischt: Ein grippaler Infekt. Im Sommer & bei dem aktuellen wechselhaften Wetter dauert dies dann doch länger als im Winter. Neben Neti-Spülungen, Inhalieren & zumeist pflanzlichen Medikamenten habe ich folgendes bei Yoga Vidya gefunden:
http://www.yoga-vidya.de/fileadmin/yv/Yogatherapie/Reihen_PDFs/Yoga_Bei_Erkaeltung.pdf
Allerdings muss man bei Sinusitis schon ein bisschen aufpassen und der herabschauende Hund ist dann eher kontraindikativ.
Bei Erkältung (oder Krankheit allgemein) sollte man sich meiner Meinung nach nicht überfordern oder Übungen machen, nach denen einem nicht ist. Auch ich habe ein paar Tage Pause eingelegt und am 4. Erkältungstag dann o.g. Programm geübt. Danach fühlte ich mich topfit, aber Abends fühlte es sich so an wie die Erstverschlimmerung in der Homöopathie. Allerdings habe ich mir arbeitstechnisch kaum eine Pause gegönnt und bin trotz besseren Wissens ins Büro. Da ich mich nach 6 Tagen immer noch ziemlich mies fühlte, habe ich mich dann doch 2 Tage krank schreiben lassen. Ruhe & Erholung sind dann doch die beste Medizin, wichtig ist, dass man auf seinen Körper hört, auch wenn das schwer fällt und im Büro so viele Dinge auf dem Schreibtisch liegen, die noch erledigt werden müssen.
Einen Gang zurückschalten dürfte vielen am Schwersten fallen, aber genau das ist so wichtig um körperlich, seelisch & geistig in Balance zu bleiben. Yoga hilft ungemein, die Signale des Körpers früher zu erkennen und auch eher gesund zu bleiben. Wenn uns dann doch ein Infekt erwischt, hilt nur abwarten & Tee trinken.
Wünsche allen, die eine Sommererkältung erwischt haben gute Besserung & allen anderen, dass sie gesund bleiben!
Vor 2 Wochen fand der 6. Ausbildungsblock meiner inzwischen 500 UE umfassenden Yogalehrerausbildung statt. Das lange Ausbildungswochenende begann schon am Donnerststag, allerdings hatte ich durch die Hochsaison auf der Arbeit so viel im Büro um die Ohren, dass ich Donnerstag & Freitag erst noch früh morgens ins Büro gefahren bin um dann die Ausbildung ab mittags mitzumachen. Dies war auch wegen der Fahrerei ein bisschen stressig, aber die Yogatage haben sich wieder gut gelohnt.
Am Donnerstag hat Christiane den Ausbildungstag gestaltet und wir haben sehr viele gesungen, teils zu Christianes Gitarrenbegleitung. Das war eine ganz neue Erfahrung und wirklich schön. Und damit wir die Melodien der Mantren behalten, hat Christiane es mit dem iPhone aufgenommen. Es folgten noch interessante Partnerübungen, die teilweise summend ausgeführt wurden:
1. Übung: die Partner sitzen Rücken an Rücken, die Beine in Schmetterlingsposition (Baddha Konasana). Beide schliessen die Augen und summen beim Ausatmen. Variation: Beide drehen sich im Rumpf nach rechts und die rechte Hand wird jeweils auf den Oberschenkel/Knie des anderen gelegt, es wird beim ausatmen wieder gesummt, mit linker Seite wiederholen.
2. Übung: Einer liegt in Balasana, die 2. Person kniet sich dahinter und legt die Hände auf den unteren Rücken. Dann fängt der Partner, der die Hände auflegt, an zu summen und kann Wärme und Kraft an den Partner senden. Anschliessend summt auch die Person, die in Balasana liegt mit.
3. Übung: Ein Partner liegt in Bauchlage, Beine sind geschlossen, Fußrücken auf dem Boden, Arme sind weit nach vorn ausgestreckt (ggf. kleines Kissen unter die Stirn legen). Der Partner steht vor dem Kopf und der Liegende greift die Fussfesseln des stehenden Partners. Der stehende Partner geht langsam in die Hundposition, indem er mit den Händen neben der Wirbelsäule gleichzeitig massierend in Richtung unteren Rücken läuft. Die Hände werden am unteren Rücken/Kreuzbeinbereich abgesetzt, das Körpergewicht kann abgegeben werden. Beide Partner können die Übung noch verstärken indem sie summen.
Diese Partnerasanas waren äusserst interessant und sehr nah & heilsam und eignen sich für Gruppen, bzw. Partner, die sich gut kennen.
Als letzte Übung haben wir dann im Kreis stehend und uns an den Händen haltend die Chakren getönt (U-Å-O-A-E-EI-I). Ich fand, dies war eine ziemlich interessante Erfahrung und bei mir hat es so einiges geeint womit ich in letzter Zeit gekämpft habe.
Die nächsten 3 Ausbildungstage waren dann bei Werner, es standen Lehrproben an, in denen wir unsere “Hausaufgaben” umsetzten und Asanas anleiteten und dann ausführlich besprachen. “Wir kritisieren inzwischen auf sehr hohem Niveau” merkte Sarah dann irgendwann an.
Morgens haben wir auch noch dynamische Yogastunden in Richtung Jivamukti unter Werners Anleitung gemacht, die mir besonders viel Spaß gemacht haben & einigen der Mitschüler die Abneigung vor dem in den Liegestütz Springen genommen haben.
In der Theorie haben wir im Schnelldurchlauf den Stoff der vorangegangenen Ausbildungswochenenden wiederholt und damit vertieft, bzw. jetzt auch schon aus einem anderen Blickwinkel sehen können. Es ging um die geschichtliche Entwicklung, die 3 Richtungen (klassisch-philosophischer Yoga (Patanjali), religiöser Yoga (Bhaghavad Gita) und Hatha Yoga.
Des weiteren haben wir etwas Anatomie wiederholt (Muskeln, Sehnen& Bänder), sowie die Atmung.
Nachmittags haben wir dann an 2 Tagen die wunderbare Dokumentation “Yoga unveiled” gesehen, die nochmals alles hervorragend zusammenfasste und visualisierte und uns den großen Yogameistern näher brachte.
Alles in Allem wieder ein wunderbares Wochenende mit viel Input. Auf den Weg haben wir “Zwischenprüfungsfragen” mitbekommen, die wir als Hausaufgaben bis Anfang September durcharbeiten sollen. Ich plane, die eine oder andere der 25 Fragen in Blogbeiträgen zu thematisieren.
…ist momentan wichtiger als Onlinezeit, also bin ich, wie man unschwer feststellen kann, wieder so gar nicht zum bloggen gekommen in letzter Zeit.
Und ich versuche täglich und im Idealfall gut eine Stunde Zeit auf der Matte zu verbringen mit Entspannung, Pranayama, Asanas und Meditation und stelle fest, dass es klappt, wenn man seine Prioritäten entsprechend setzt. Natürlich ist es auch hilfreich wenn die Rahmenbedingungen stimmen und man sich für ein Stündchen ungestört zurückziehen kann. Ich merke auch wie gut es mir tut, sao dass ich diese Zeit am Tag gar nicht missen möchte. Klar, ist manches auch Tagesform anhängig, und gerade deshalb sollte man die Übungen am intensivsten machen, die in diesem Moment nicht ganz so viel Spaß machen. Aber auch hier macht es die Mischung, was man auf alle Lebensbereiche auch übertragen kann. Ich bin auch immer wieder verblüfft wie ganzheitlich Yoga wirkt und das Leben (und natürlich auch die Gesundheit) positiv beeinflusst.
Mein normaler Job ist an sich das ganze Jahr über stressig, aber im Sommer, wenn Hochsaison und Urlaubssperre ist, nochmals ganz besonders, so dass ich teilweise Nachts unruhig aufwache und über die Arbeit grüble. Daher habe ich mich eines Montag morgens spontan dazu entschlossen ein klein bisschen früher aufzustehen und morgens ca. 10 min. zu meditieren. Klappt auch vom Zeitmanagement ganz gut, aber ich muss mich manchmal wirklich dazu zwingen und jeder kennt es: das Gedankenkarussell dreht sich weiter. Meine Yogapraxis hat mir bisher schon enorm geholfen etwas gelassener zu werden, aber ich sehe es auch als lebenslangen Prozess. Und man lernt auch nie aus. Mein Oberziel definiere ich bisher eigentlich gar nicht über Erleuchtung, mir reicht schon mehr Loslassen und Gelassenheit in einigen Dingen, ich weiß wie schwierig es ist und genauso versuche ich es auch meinen Schülern zu vermitteln.
Auf meinen Dienstag abend Yogakurs im Fitnessstudio freue ich mich immer ganz besonders und ich habe die letzten Male auch viel positives Feedback von meinen Teilnehmern bekommen, was mich sehr freut und mir zeigt, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Aber auch ich muss noch viel Lernen, aber ich freue mich auch immer das neu gelernte direkt weiterzugeben.
Mein letztes Yogalehrerausbildungswochenende Anfang Mai war sehr intensiv und hat mich zu vielem Nachdenken angeregt. Auch deshalb war es hier im Blog etwas stiller. Das Thema Spiritualität wird zentraler, wie man es auch definieren mag. Da ich sehr freigeistig bin und Dogmatismus jeglicher Art ablehne versuche ich viele Dinge auch zu hinterfragen und sie für mich einzuordnen. (Selbst-)Reflektion spielt (nicht nur ) im Yoga eine wichtige Rolle und sie wird durch die Beschäftigung mit dem Yogaweg geschult, was ich sehr wichtig finde.
Ich geniesse jetzt noch etwas freie Zeit in der Sonne und freue mich schon auf die Stunde auf der Matte später & wünsche euch ein angenehmen langes Wochenende.
Zur Zeit komme ich, wie so häufig, wieder zu wenig zum Bloggen, dafür versuche ich in meiner kostbaren Freizeit so viel wie möglich Zeit auf der Matte zu verbringen, sowie meine Dienstags-Yogastunden vorzubereiten. So ganz nebenbei läuft dann noch die Haussanierung und ich habe in letzter Zeit einige Stunden auf dem Dachboden verbracht und Steinwollepakete in Dachsparren gepresst (und bin noch lange nicht fertig). Dies ist aber auch eine anspruchsvolle sportliche Tätigkeit und ich habe einen ordentlichen Muskelkater in den Schultern und im Rücken davongetragen.
Fast tägliche Yogapraxis gehört für mich inzwischen schon zum Tagesablauf dazu. Meist bin ich abends auf der Matte oder am Wochenende nachmittags. Und die Praxis trägt auch Früchte: Letzte Woche habe ich meinen Kopfstand völlig ohne Hilfe (oder Wand) im freien Raum (auf der Wiese) geschafft und auch die Krähe fliegt jedesmal ein Sekündchen länger.

Das Fazit ist wirklich: Üben, üben und nochmals üben. Vor allen Dingen ganzheitlich Muskeln aufbauen und langsam, aber beharrlich die Herausforderung angehen. Wichtig ist aber auch das Loslassen und sich nicht zu sehr auf sein Ziel zu versteifen, sondern auch mal locker angehen oder über sich Lachen, wenn man auf die Nase fällt.
Über die Osterfeiertage + 2 Tage Urlaub habe ich jeden Tag je eine Stunde auf der Matte verbracht mit Pranayamas, Asanas und Entspannung. Und stelle jedes Mal wieder fest wie gut es tut.
In den Osterferien waren meine Kurse im Fitnessstudio nicht ganz so gut besucht, aber die Feststellung mit den Ferien im ländlichen Raum hatte ich schon gemacht. Nächste Woche wird es dann bestimmt wieder voller. Dafür hatten die wenigen Yogaschüler natürlich einen Premiumkurs.
Für zu Hause habe ich mir bei der 15% Rabattaktion bei Yogamatters eine neue Yogamatte gegönnt, und zwar eine Manduka EKO. Sie ist recht schwer und dick im Vergleich zu meinen anderen Matten, aber sehr rutschfest und ich freue mich schon auf die nächste Yogaeinheit auf der Neuen
.
Übernächste Woche geht meine Ausbildung weiter und ich freue mich wieder auf ein diesmal längeres & sehr intensives Wochenende.
Habe heute in Kassel meinen Flow gesucht & gefreit und sitze jetzt mit ziemlich müden Muskeln auf dem Sofa und muss die Gelegenheit direkt am Schopfe ergreifen und endlich wieder ein wenig mehr bloggen.
Heute morgen ging es dann früh raus aus den Federn und nach Kassel ins Mokshayoga, wo Alexandra Harfield, die auch im Balance Yoga in Frankfurt unterrichtet, einen Workshop mit dem Titel “Free your Flow” gab. Nach kleineren technischen Schwierigkeiten, die dem ganzen aber keinen Abbruch taten, erzählte Alex in liebenswürdigem “Denglish” was es mit den den Yin und Yang Flows auf sich hat. Nach der kurzen Einführung ging es dann mit dem dynamischen, kraftvollen und anstrengenden Yang Flow für 2,5 Std. auf die Matte. Der Flow mit vielen Sonnengrüßen, unterstützt durchtolle Musikauswahl hatte es in sich und größte Konzentration lag auf der Ujjayi-Atmung. Die 2,5 Stunden waren wie im (P)Flug vorbei und zum Schluss spürte man auch die dynamischen Yogaflows in allen Knochen & Muskeln. Nach der Mittagspause wurde es dann ruhiger und sehr viel langsamer, dafür um ein vielfaches intensiver. Einige der Asanas wiederholten sich von der Vormittagsstunde, gewannen aber durch die lange und intensive Ausübung eine ganz andere Qualität. Und die “ruhigere & sanftere” Yin-Nachmittagsstunde war durchaus ziemlich anstrengend und fordernd. Vormittags wurden viele Rückbeugen, nachmittags mehr Vorbeugen geübt. Mehrere Minuten in der Taube sind nicht ohne!
Fazit: Mir hat der Workshop wieder eine große Bereicherung gebracht & Alex hat einen tollen Unterrichtsstil mit präzisen Ansagen der Asanas & besonders der Atmung. Die Unterrichtssprache ist englisch, was aber gar kein Problem ist, sondern für mich eine neue, aber sehr gute Erfahrung, da man auf englisch einige Sachen doch ganz anders ausdrückt als auf deutsch, was aber sehr gut zum Yoga passt. Ich freue mich immer von verschiedenen Lehrern zu lernen und besonders bei Workshops ist die Praxis viel intensiver als in einer normalen Yogastunde.

